Thomas Graczyk löst sein DM-Ticket

Dritter Platz in Kirchberg: Annens Thomas Graczyk (re.) hat sich doch noch für die DM in Duisburg qualifiziert.
Dritter Platz in Kirchberg: Annens Thomas Graczyk (re.) hat sich doch noch für die DM in Duisburg qualifiziert.
Foto: Biene Hagel
Über den Umweg bei der Pokalmeisterschaft hat sich Judoka Thomas Graczyk (SU Annen) noch die Teilnahme an der DM 2017 in Duisburg gesichert.

Kirchberg..  „Ich hoffe, damit ist bei ihm der Knoten jetzt mal geplatzt“, freute sich Stefan Oldenburg, Trainer der Bundesliga-Judoka von der SU Annen, dass sich sein Schützling Thomas Graczyk (20) bei der Deutschen Pokalmeisterschaft in Baden-Württemberg noch eine der letzten DM-Fahrkarten sicherte.

Einige der Judo-Asse von der Sport-Union hatten sich zuvor schon über die Westdeutsche Meisterschaft ein Ticket für das Turnier im Januar 2017 in Duisburg erkämpft. Jetzt gab’s die Möglichkeit, auch über den Umweg der „kleinen DM“ in Kirchberg an der Murr noch einen Startplatz zu ergattern. Aus dem Kader der Sport-Union Annen versuchten Thomas Graczyk (-73 Kilogramm) und Aeneas Paul (-81 kg) ihr Glück gegen die durchaus hochwertige Konkurrenz.

„Thomas hat ein richtig gutes Turnier gekämpft“, würdigte Stefan Oldenburg die Leistung des Olsbergers. Seinen ersten Kampf allerdings verlor Graczyk aufgrund einer einzigen Bestrafung (Shido). „Vielleicht war er da noch nicht richtig drin“, so Oldenburg, der im Anschluss aber einige ganz starke Vorstellungen des 73-kg-Judoka in der Trostrunde sah. In seinem zweiten Duell zeigte Graczyk Stehvermögen, machte einen Rückstand wett und gewann letztlich über die Mehrzahl der Strafen auf dem Konto seines Widersachers. Im folgenden Kampf ging der SUA-Akteur mit einer Yuko-Wertung in Führung, gewann den Vergleich schließlich sogar vorzeitig. Als es um den Einzug ins Bronze-Duell ging, gewann Graczyk mit Waza-ari-Vorteil „gegen einen Linkskämpfer, das war eine schwierige Aufgabe.“ Im Duell um Rang drei gegen Tom Patzenhauer (Sachsen) setzte der SUA-Athlet die vorab besprochene Taktik glänzend um, führte zeitig mit Yuko und gewann erneut per Ippon, diesmal dank eines sehenswerten Uchi-mata.

Nicht ganz zu einem Treppchenplatz reichte es derweil für Aeneas Paul. In der 81-Kilo-Klasse kämpfte er zwar „ein gutes Turnier“, wie Oldenburg bestätigte, doch nach zwei Siegen und zwei Niederlagen beendete er es auf Platz sieben.

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