Schmitz köpft TuRa an die Tabellenspitze

Marius Hoff
TuRa Rüdinghausen (grüne Trikots) erwischte im Spitzenduell mit Langendreer 07 das glückliche Ende. Der 2:1-Erfolg der Wittener bedeutete einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft.
TuRa Rüdinghausen (grüne Trikots) erwischte im Spitzenduell mit Langendreer 07 das glückliche Ende. Der 2:1-Erfolg der Wittener bedeutete einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft.
Foto: FUNKE Foto Services
Kastel-Team feiert glücklichen 2:1-Erfolg über BV Langendreer 07. Türkischer SV lässt anschließend Punkte in Werne liegen

Witten.  Die Spitzenmannschaften der B-Kreisliga steuern auf das erwartet spannende Saisonfinale zu. Am Wochenende übernahm TuRa Rüdinghausen fürs Erste den direkten Aufstiegsplatz - auch, weil der Türkische SV Punkte liegen ließ.

Beim SC Werne 2002 entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch, der letztlich mit 1:1 (0:1) endete. Für den TSV ging es in der Tabelle daher wieder auf Platz zwei. „Die Liga liefert immer wieder überraschende Ergebnisse - wir haben alles selbst in der Hand“, sieht Coach Celil Kirdar aber noch immer gute Chancen.

Torreich gewann zeitgleich der TuS Heven III gegen einen Portugiesischen SV in Unterzahl. Beim 9:4 (3:3) erzielte TuS-Stürmer Dennis Sonntag fünf Tore. Außerdem trennten sich Schnee und Kurdistan Bochum 1:1-unentschieden, während die Reserve des SV Bommern 05 knapp dem SuS Wilhelmshöhe unterlag - 3:4 (2:4).

Die Spiele im Überblick:

TuRa Rüdinghausen - BV Langendreer 07 2:1 (1:0) Torfolge: 1:0 Mohar (30.), 1:1 (74.), 2:1 Schmitz (84.).

Ein Treffer „aus dem Nichts“entschied am Samstagabend das B-Kreisliga-Spitzenduell zwischen TuRa Rüdinghausen und dem BV Langendreer 07. Die Wittener setzten sich am Ende etwas glücklich mit 2:1 (1:0) durch und lösten den Türkischen SV erst einmal als Tabellenführer ab.

TuRa versuchte es im ersten Durchgang mit druckvollen Angriffen, lag dank Kevin Mohar (30.) bald in Führung. Nach der Pause waren dann allerdings nur noch die Gäste am Drücker. „Langendreer hat uns richtig an die Wand gespielt“, gestand Rüdinghausens Trainer Jan Kastel. Nach dem Ausgleich (74.) verpasste „07“ jedoch das 2:1, während TuRas Nicky Schmitz in der 84. Minute plötzlich zur Stelle war und den Ball mit dem Hinterkopf in die Maschen bugsierte.

Drei Partien stehen für die „Mellmausländer“ jetzt noch aus, darunter zwei vermeintlich einfache Aufgaben. „Aber genau da tun wir uns oft schwer. Wir müssen die Spannung hochhalten“, mahnt Kastel.

SV Bommern 05 II - SuS Wilhelmshöhe 3:4 (2:4) Torfolge: 1:0 Schröder (12.), 1:1 (14.), 1:2 (15.), 1:3 (20.), 2:3 Schröder (40.), 2:4 (45.), 3:4 Schröder (70.).

Bommerns B-Liga-Elf bot gegen den Liga-Dritten aus Bochum eine starke Leistung, verpasste nur um ein Haar wertvolle Schützenhilfe für die beiden Wittener Aufstiegsaspiranten. Der SVB ging dank Benjamin Schröder früh in Führung, leistete sich in der Defensive aber noch den einen oder anderen Fehler. In der 20. Minute lagen die Wittener prompt mit 1:3 zurück, ehe Schröder noch einmal auf 2:3 verkürzte (40.) und die Gäste mit dem Pausenpfiff das 4:2 nachlegten. Im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Bommeraner dann deutlich sicherer, außerdem ergaben sich vorne beste Gelegenheiten. Schröder erzielte in der 70. Minute sein drittes Tor, hätte in der Folge aber wohl auch noch den Ausgleich markieren können, berichtete Ralf Pella, der Sportliche Leiter des Klubs. „Am Ende war es dann ein unglückliches 3:4.“


TuS Heven III - Portugiesischer SV 9:4 (3:3) Torfolge: 1:0 Sonntag (7.), 2:0 Guca (17.), 2:1 Anouar (20.), 3:1 Kulmann (22.), 3:2 Bensaid (30.), 3:3 Anouar (39.), 3:4 Bensaid (57.), 4:4, 5:4 Sonntag (63., 65.), 6:4 Kulmann (79.), 7:4 Sonntag (81.), 8:4 König (87.), 9:4 Sonntag (89.).

Heven profitierte nach Dennis Sonntags 1:0 (7.) früh von einem Platzverweis gegen PSV-Spieler Matei Florin, der wegen einer Notbremse vom Feld musste. In Überzahl legte André Guca das 2:0 (17.) nach, woraufhin sich die Gäste allerdings noch einmal herankämpften. „Bei uns war mal wieder der Schlendrian drin, die Gegentore haben mich dermaßen genervt“, ärgerte sich TuS-Coach Frank Röber über die Aufholjagd der „Portugiesen“. Hevens Valerius Kulmann beantwortete das 1:2 von Ayoub Anouar zwar noch mit dem 3:1 (22.), anschließend drehten Zakaria Bensaid (2) und Anouar die Partie aber auf 4:3 für den PSV (57.). Deutliche Worte zeigten bei den Hausherren dann jedoch Wirkung, während bei den Gästen die Kräfte schwanden. Sonntag stellte per Doppelpack auf 5:4, ehe Kulmann auf 6:4 erhöhte. Zwei weitere Sonntag-Tore und ein Treffer von Pascal König sorgten am Ende für klare Verhältnisse - zumal Miguel Castro Silva (PSV) in der 85. Minute ebenfalls „Rot“ gesehen hatte. „Die Truppe tat mir heute wirklich Leid“, sagte PSV-Coach Fernando Portela. „Obwohl sie tapfer gekämpft hat, wurde ihr bei dem Wetter natürlich die lange Unterzahl zum Verhängnis.“

SF Schnee - CF Kurdistan Bochum 1:1 (0:1) Torfolge: 0:1 (25.), 1:1 Kroos (90.).

Schnees Trainer Boris Decker sah gegen den CF Kurdistan Bochum eine schwache Begegnung, bei der die Sportfreunde personell enorm dünn besetzt waren. Für Marcel Jurek, Nico D’Urso, Phillip Guttowsky und Timo Munzig ergaben sich trotzdem hochkarätige Torchancen, die allesamt ungenutzt blieben. Stattdessen lagen die Wittener nach einem Torwartfehler aus der 25. Minute mit 0:1 in Rückstand. In Hälfte zwei wollte dann kein Spielfluss mehr aufkommen, doch für Schnee gab es kurz vor dem Schlusspfiff noch den erhofften Erfolgsmoment: Marius Kroos traf immerhin zum Ausgleich.


SC Werne 2002 - Türkischer SV 1:1 (0:1) Torfolge: 0:1 Kirdar (20.), 1:1 (70.).

Der Türkische SV traf in Werne auf einen willensstarken Gegner, der den Wittenern besonders defensiv gewachsen war. Nach einem Konter hatte Spielertrainer Celil Kirdar in der 20. Minute zur Führung geköpft - danach ergaben sich für den TSV jedoch kaum noch gefährliche Offensivszenen. Weil Werne im zweiten Durchgang der 1:1-Ausgleich (70.) glückte, blieb’s somit bei einem Punkt für den neuen Tabellenzweiten. „Die nächsten drei Spiele müssen wir unbedingt gewinnen, wir haben noch alles in der Hand“, sieht Kirdar weiterhin Chancen im Aufstiegsrennen.