Salkanovic sieht vermeidbare Pleite

Stürmer Fabio Di Tavi (re.) gab nach seiner Einwechslugn ordentlich Gas, konnte die Niedelage des SVB gegen den SC Berchum/Garenfeld aber auch nicht mehr verhindern.
Stürmer Fabio Di Tavi (re.) gab nach seiner Einwechslugn ordentlich Gas, konnte die Niedelage des SVB gegen den SC Berchum/Garenfeld aber auch nicht mehr verhindern.
Foto: Fischer
Der SV Bommern ist beim 1:2 gegen Berchum/Garenfeld lange das bessere Team – bis Verteidiger Christian Schacht die Hand zu Hilfe nimmt

Bommern. SV Bommern 05 -
SC Berchum-Garenfeld 1:2 (1:1)

SVB: Gabor; Schacht, Schumacher (75. Di Tavi), Kraus (80. Tytko), Bech, Herrmann, Queißer, Bräuer, M. Berghaus, Müller (77. Jakobs), P. Berghaus.
Schiedsrichter: Dominik Herrmann.
Zuschauer: 150.
Torfolge: 0:1 (12.), 1:1 Kraus (21.), 1:2 (78.).

Restlos bedient trotteten die Kicker des SV Bommern nach der 1:2 (1:1)-Niederlage im Spitzenspiel gegen den SC Berchum/Garenfeld vom Kunstrasen der Gaslock-Arena am Goltenbusch. Nicht nur, dass man damit die Chance vergab auf Tabellenplatz zwei zu springen, sondern auch, weil die Wittener sich gegen einen harmlosen Gegner quasi selbst schlugen.

„Wer weiß was passiert wäre, wenn wir nicht diese rote Karte bekommen hätten“, erklärte SVB-Trainer Semin Salkanovic nach Schlusspfiff enttäuscht. Der Feldverweis gegen Bommerns Innenverteidiger Christian Schacht war nach einer guten Stunde bei hochsommerlichen Temperaturen der Knackpunkt gegen die Gäste aus Hagen. Schacht unterband ein hohes Zuspiel in die Schnittstelle mit der Hand. Schwer zu sehen, aber wohl als letzter Mann – der Platzverweis eine folgerichtige und vertretbare Entscheidung (57.). Schließlich wäre Garenfelds Vladimir Kunz ziemlich frei vor SVB-Keeper Jörn Gabor aufgetaucht.

Bis dahin hatten die Bommeraner die kräftezehrende Partie am Goltenbusch im Griff und ließen sich selbst durch den frühen Rückstand (12.) nicht aus der Ruhe bringen. Nachdem man anfangs Probleme hatte, die Gäste aus Hagen konsequent unter Druck zu setzen, fand die Salkanovic-Elf mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Partie und erzielte durch Michael Kraus verdientermaßen den Ausgleich (21.). In der Folge hätten Holger Schumacher per Freistoß (24.) und Marcel Herrmann aus kurzer Distanz (26.) sogar fast das 2:1 erzielt, scheiterten jeweils aber denkbar knapp. So dürften die Volmestädter froh gewesen sein, mit dem Remis in der Pause durchschnaufen zu können. Denn bis auf den Führungstreffer lahmte die Offensive des Tabellenvierten.

In Unterzahl gehen die Kräfte aus

Das änderte sich auch in Durchgang zwei zunächst nicht – bis zur 57. Spielminute. Kurz zuvor vergab Patrick Bräuer zu allem Überfluss freistehend die dicke Gelegenheit zur Führung. Zu zehnt ließ Salkanovic aufgrund der Harmlosigkeit des Gegners einfach mit einer Dreierkette in der Abwehr agieren, füllte die Innenverteidigung nicht auf – und der SVB blieb zunächst auch am Drücker. Aber Witterung und läuferischer Mehraufwand ob des Unterzahlspiels sorgten dafür, dass den Hausherren langsam aber sicher die Körner ausgingen und man nicht mehr wirklich zwingend wurde. So fehlte letztlich auch noch einmal die nötige Konzentration in der Abwehr – 1:2 (78.). Eine absolut vermeidbare Niederlage.

 
 

EURE FAVORITEN