Ruhrtanzclub nach Rang drei unter Druck

Die Formation vom Ruhrtanzclub machte in Bocholt keine Fehler, ließ aber etwas Energie vermissen.
Die Formation vom Ruhrtanzclub machte in Bocholt keine Fehler, ließ aber etwas Energie vermissen.
Wittener Mannschaft landet beim dritten Turnier der Saison hinter Turniersieger Bochum und Emsdetten. Trainerin Marion Kegenhoff vermisst Energie.

Bocholt..  Dem ganz großen Jubel beim Turnier in der Bochumer Rundsporthalle folgte nun die Ernüchterung im Münsterland: Die Lateinformation des Ruhrtanzclubs Witten belegte in Bocholt hinter den Rivalen aus Bochum und Emsdetten nur Rang drei und steht nun gehörig unter Druck.

„Dann müssen wir eben bei unserem Heimturnier in der Husemannhalle ganz vorne landen“, zeigte sich Trainerin Marion Kegenhoff gleich nach der Siegerehrung schon wieder gewohnt kämpferisch. Am 9. April zieht der Tross der acht Regionalliga-Mannschaften weiter in Richtung Ruhrstadt – dort hoffen die RTC-Lateiner, sich in Sachen Qualifikation für das Aufstiegsturnier wieder eine bessere Ausgangslage verschaffen zu können.

Pflichtaufgabe erfüllt

Sportlich fair hatten sich die Wittener Tanzsportler am Sonntag in der Euregio-Sporthalle gezeigt, dafür anerkennenden Applaus des Publikums erhalten. Als ein Tänzer von Konkurrent TTC Rot-Weiß-Silber Bochum mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hatte, rückte das RTC-Ensemble in der Startreihenfolge nach vorne, konnte sich weniger intensiv auf seinen Durchgang vorbereiten. Dennoch gelang ein solider Vortrag, der souverän den Sprung in die Endrunde der besten fünf Teams ebnete. Pflichtaufgabe erfüllt.

Doch es hatte natürlich schon ein wenig mehr sein sollen für den Ruhrtanzclub, der das vorherige Turnier in Bochum mit starker Leistung gewonnen hatte. Allerdings hatten die Wittener diesmal Lospech, mussten im Finale als erstes der fünf Teams auf die Tanzfläche. Wieder gelang ein ordentlicher Durchgang, doch es fehlte irgendwie der letzte Funken Begeisterung bei der Präsentation des Musikthemas „Phönix“. Auch Marion Kegenhoff zeigte sich kritisch: „Mir fehlte da ein wenig die Energie, die uns zuletzt in Bochum ausgezeichnet hatte.“ Zwar unterliefen keine groben Bildschnitzer, auch die choreografischen Schwierigkeiten wurden recht sicher absolviert. Doch die folgenden Formationen des 1. TSC Emsdetten sowie vom TTC Rot-Weiß-Silber Bochum legten da noch eine Schüppe drauf, bekamen bei der Bewertung durch die fünfköpfige Jury bessere Noten.

So blieb für das A-Team des Ruhrtanzclubs (3-2-3-1-4) diesmal lediglich der dritte Rang hinter Sieger Bochum und Emsdetten. In der Tabelle der Regionalliga liegen nun Bochum und Emsdetten mit 5,5 Punkten gleichauf vorn, der RTC Witten (7) folgt knapp dahinter auf dem dritten Platz.

„Insgesamt fand ich uns besser als bei den bisherigen Turnieren, wesentlich aufgeräumter und vor allem gleicher“, resümierte Kegenhoff. „Die Leistungen der ersten drei Teams sind offenbar wirklich ganz dicht beieinander. Ich denke aber, wir bekommen das am 9. April in Witten in den Griff“, so das Fazit der Trainerin. Dann wird die Formation vom Ruhrtanzclub vor heimischer Kulisse den Angriff auf die Spitze wagen.

 
 

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