RTC plant jetzt Angriff auf Platz drei

Platz vier zum Ligastart gab’s für den Ruhrtanzclub Witten.
Platz vier zum Ligastart gab’s für den Ruhrtanzclub Witten.
Foto: Oliver Schinkewitz

Bochum.  Die Aufsteiger haben das Auftaktturnier der Regionalliga West „gerockt“: Neuling Dance-Sport-Team Cologne holte in der Bochumer Rundsporthalle am Sonntag den Sieg, Nachrücker Ruhrtanzclub Witten konnte sich über einen sehr guten vierten Platz freuen - mit Tendenz nach oben.

Freuen? Naja, Trainer Tobias Jasinski sah zumindest nach Beendigung des Turniers und nach Bekanntgabe der Wertung nicht danach aus, als hätte sein Team gerade die Hälfte der dritten Liga West hinter sich gelassen. Auch seine Trainer-Partnerin Marion Kegenhoff brach nicht in allzu große Euphorie aus - und das übertrug sich auch auf die Mannschaft. „Die Stimmung war nach der Wertung eher verhalten - unser Team hat begriffen, dass da sicherlich noch mehr drin war“, lautete der ehrgeizige Kommentar von Kegenhoff. Dennoch war wenig später Zeit, die ersten Sektflaschen zu köpfen - immerhin hatten sich die Wittener mit einer starken Finalleistung in Bochum deutlich zu Wort gemeldet und werden in dieser Verfassung mit dem Thema Abstiegskampf rein gar nichts zu tun bekommen.

„Trotzdem bin ich nicht ganz zufrieden. Der dritte Platz war hier möglich - ganz sicher. Und deswegen werden wir in der nächsten Woche noch mal richtig Gas geben im Training. Unsere Leute werden tanzen, tanzen, tanzen“, meinte Jasinski und war in Gedanken wohl schon bei der kommenden Trainingseinheit. Schließlich geht es am kommenden Samstag (16. Februar, 18 Uhr) in Borken schon weiter.

In der Vorrunde kam dem Wittener A-Team vor rund 500 Zuschauern nach einer eher verhaltenen Darbietung zugute, dass auch die übrigen Formationen nicht durchweg zu überzeugen wussten. Fehlerfrei kam da überhaupt keiner durch den ersten Turnierabschnitt. Am ärgsten traf es Zweitliga-Absteiger TSC Schwarz-Gelb Aachen und Wittens letztjährigen Rivalen 1. TSC Emsdetten - beide schafften es nicht unter die ersten sechs Mannschaften, mussten das kleine Finale unter sich ausmachen.

„Da hat unsere Mannschaft schon gewusst: Das erste Etappenziel ist erreicht“, so Marion Kegenhoff. Aber: „Jetzt lag es an jedem Einzelnen, das Beste herauszuholen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen“, verdeutlichte die Trainerin, dass man den acht RTC-Paaren in der Kabine durchaus klare Worte mit auf den Weg gegeben hatte. Kleiner Nachteil fürs Wittener A-Team: Im Finale der besten sechs Mannschaften musste man gleich als erstes auf die Tanzfläche - das bedeutet enormen Druck, denn dadurch hieß es, den fünf Juroren einen möglichst nachhaltigen Eindruck der Leistung zu verschaffen. Und vor allem: keine Fehler mehr einzustreuen. Das gelang auch weitestgehend, so dass auch die Trainer zufrieden sein konnten. „Da war viel mehr Power drin - auch wenn das zu Lasten der Sicherheit ging und das Programm deshalb nicht mehr so homogen wirkte“, so Kegenhoff. „Wenn wir noch konzentrierter getanzt hätten, wäre sicher sogar noch Platz drei drin gewesen.“ Auf dem sahen zwei der Wertungsrichter das RTC-Team in der Tat, der Oberhausener Jörg Weichert (erfahrener Bundesliga-Juror) sah Witten gar auf dem ersten Platz. „Das sollte uns einen Schub geben für die nächste Woche“, meinte Marion Kegenhoff. Und ihr Partner Tobias Jasinski ergänzte kurz und knapp: „Die Fünf muss weg!“ Die gab’s schließlich in der Wertung auch zweimal. Damit sind die Ziele für Borken geklärt.

 
 

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