RTC hat Aufstieg im Visier

Mit Leidenschaft zum Turniersieg beim Oberliga-Auftakt in Bochum: Der RTC Witten peilt nach seiner Klasse-Leistung den Aufstieg in die Regionalliga an.
Mit Leidenschaft zum Turniersieg beim Oberliga-Auftakt in Bochum: Der RTC Witten peilt nach seiner Klasse-Leistung den Aufstieg in die Regionalliga an.
Foto: WAZ FotoPool

Bochum.. Was für ein Auftakt: Die Oberliga-Lateinformation des Ruhrtanzclubs Witten hat sich beim Ligastart in der Bochumer Rundsporthalle überraschend den ersten Platz gesichert.

Dabei zeigten die RTC-Lateintänzer vor allem mit viel Herzblut, wie sehr sie den Aufstieg in die Regionalliga wollen - das war eines der Erfolgsrezepte für den Raketenstart an die Spitze, dicht gefolgt von den Tänzern des TSC Emsdetten auf Platz zwei und dem Tanzsportclub Ibbenbüren auf dem dritten Rang. Insgesamt nahmen acht Teams aus Nordrhein-Westfalen an diesem Ligaturnier teil. Die beiden Bochumer Teams belegten Platz vier und fünf - so waren alle Teams aus der näheren Umgebung im großen Finale.

Einen besseren Start in die Ligasaison könnte sich das Wittener Team nicht wünschen und so wird das Ziel, in höheren „Sphären“ zu tanzen, immer realistischer und greifbarer. „Das war jetzt der Auftakt, es folgen noch vier Turniere und dann im Mai findet das Relegationsturnier statt“ weist RTC-Trainer Tobias Jasinski die Richtung und ergänzt: „Jetzt kann man es aussprechen - wir wollen den Aufstieg in die Regionalliga.“

Zugegeben: Die Vorrunde ließ den ersten Platz für die Wittener noch nicht erahnen. Der RTC musste wegen der Auslosung als erste Mannschaft im Turnier antreten und schien zunächst etwas nervös. Mehrere kleine Patzer störten die die Wittener Favoritenrolle ein wenig. Dagegen stachen die acht Paare vom TSC Emsdetten gegenüber den übrigen sieben Teams deutlich mit ihrer Leistung heraus. Die tänzerische Basis stimmte und die Ausführung war insgesamt näher an der Perfektion, die im Latein erstrebt wird - so war der Maßstab für das Turnierniveau gelegt.

Mit den Leistungen aus der Vorrunde allerdings hatte man sich eine „falsche Rangliste“ im Kopf erstellt. Im anschließenden kleinen und großen Finale schienen die Teams noch mal neue Energie geschöpft zu haben und gaben richtig Gas. Die Zuschauer wurden noch mal mit einem ganz neuen Leistungsniveau einiger teilnehmender Mannschaften „verwöhnt“.

Emsdetten wurde hierbei von den Wittenern überholt und mit noch leidenschaftlicheren Blicken, exakteren und geschmeidigeren Bewegungen sowie mit starken Pirouetten in die Schranken gewiesen. Da war sie also, die Leistung, die sich das Trainerteam Marion Kegenhof und Tobias Jasinski vorgestellt hatte. „Wir hatten in der Vorrunde zunächst Angst und etwas Panik vor dem, was kommt. Man kennt schließlich die Leistungen der anderen Teams noch nicht“, so Jasinski, „aber im Finale haben wir uns nicht mehr unter Wert verkauft.“ Mit Leidenschaft und hartem Training haben es die Wittener schließlich geschafft und es durfte gleich zweimal gefeiert werden, denn RTC-Tänzerin Pia Münstermann wurde am Tag des Turnieres auch noch 20 Jahre alt.

Mit neuem Selbstvertrauen startet der RTC Witten nun in die nächsten Turniere und will dabei den Fokus nicht verlieren. „Wir werden noch aggressiver angreifen“, so die Kampfansage von Jasinski.

 
 

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