RTC erstmals auf dem Podium

Erstmals auf Platz drei in dieser Regionalliga-Saison: Die Lateinformation des RTC Witten.
Erstmals auf Platz drei in dieser Regionalliga-Saison: Die Lateinformation des RTC Witten.
Foto: Oliver Schinkewitz

Bocholt.  Wochenlang hatten sie genau auf diesen Moment hingearbeitet - aber als er dann Gewissheit wurde, war der Jubel doch kaum zu bändigen. Die Lateinformation des Ruhrtanzclubs Witten belegte beim dritten Saison-Turnier der Regionalliga in Bocholt zum ersten Mal den dritten Platz. „Da ist er - unser erster Pokal“, strahlte auch Trainer Tobias Jasinski übers ganze Gesicht.

Und sah sich in erster Linie mal bestätigt: „Genau das war unser Ziel. Wir haben bei den ersten beiden Turnieren gesehen, dass da noch Luft nach oben ist“, so Jasinski, der das A-Team gemeinsam mit Marion Kegenhoff trainiert. Mit Rang vier wollten sich die Ruhrstadt-Lateiner auch keineswegs zufrieden geben - und so feilten sie in den zurückliegenden Wochen an Details ihrer „Cinemotion“-Choreographie. „Einige Defizite mussten wir schon aufarbeiten. Gerade, was die Synchronität anbelangt. Auch ein paar Bildmacken haben wir ausgebessert“, betonte Jasinski.

Schon die letzten Trainingseinheiten hatten Anlass zu größtem Optimismus gegeben - da lief es beim RTC fast schon zu gut. Das dritte Turnier in Bocholt kam da vom Zeitpunkt her gerade recht. „Die Vorrunde haben wir sehr solide getanzt - ohne Bildfehler. Auch die Ausführung war sehr sauber“, lobte der Trainer. Nur in Sachen Ausdruck und Dynamik hatten er und Kegenhoff noch etwas auszusetzen - doch man muss sich ja fürs Finale auch noch eine Steigerung offen halten.

In der letzten Runde dann legten die acht RTC-Paare noch mal ein paar Kohlen ins Feuer, zeigten einen wirklich mitreißenden Durchgang, der auch das Publikum begeisterte. „Wir haben da sehr viel positives Feedback erhalten“, freute sich Jasinski. Lohn der Anstrengung und des viel kraftvolleren Finalauftritts war die Wertung 3-3-3-4-5. Das bedeutete erstmals Rang drei für den Regionalliga-Neuling, der sich in der Rangfolge diesmal hinter dem TTC Rot-Weiß-Silber Bochum und dem Dance-Sport-Team Cologne verdientermaßen einen Podestplatz sicherte, das Ruhr-Casino Bochum (B) auf Rang vier verwies.

Im Gesamtklassement liegen die Wittener als Noch-Vierter jetzt nur noch einen Zähler hinter dem Ruhr-Casino. „Aber in zwei Wochen ist ja in Aachen schon das vierte Turnier - dort wollen wir natürlich diesen dritten Rang bestätigen“, gibt sich Tobias Jasinski kämpferisch. „Die Saison ist noch lange nicht entschieden - wir hoffen jetzt auf die Motivation unserer Tänzer. Wir werden unseren Weg weiter verfolgen.“ Dass bereits jetzt der weitere Verbleib in der dritten Liga gesichert ist, darf ohnehin schon als großer Erfolg angesehen werden. In der jüngeren Vergangenheit war der Ruhrtanzclub als Regionalliga-Aufsteiger im Jahr darauf gleich wieder in die Oberliga abgestiegen.

 
 

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