Reichelt stillt seinen Torhunger

Keine Mühe mit dem Gegner: Fabian Jung (2. von li.) und sein TuS Bommern bezwangen den VfL Gladbeck II standesgemäß mit 39:21.
Keine Mühe mit dem Gegner: Fabian Jung (2. von li.) und sein TuS Bommern bezwangen den VfL Gladbeck II standesgemäß mit 39:21.
Foto: WAZ FotoPool
15 Treffer steuerte Bommerns Linkshänder gegen Gladbecks Reserve bei - damit war Paul Reichelt ganz klar Mann des Tages.

Bommern.. TuS Bommern -
VfL Gladbeck II 39:21

TuS: Bauer, Kilfitt; Buchholz, M. Jung, Gebel, Grajcar (3), Groß (8), Wichmann (1), Mazur (3), Reichelt (15), Burbaum (3), Meister (n.e.), F. Jung (5/2), Tarlinski (1).

Sie können auch die einfachen Spiele, die Handballer des TuS Bommern. Mit dem Drittletzten der Landesliga, dem VfL Gladbeck II, hatte der Spitzenreiter am Samstagabend nicht die geringsten Probleme und fuhr einen 39:21 (21:14)-Kantersieg ein. Mann des Abends war dabei fraglos Rechtsaußen Paul Reichelt, der Gladbeck fast im Alleingang zerlegte.

Zwischenzeitlich kam Hallensprecher Ralf Drewes schon ein wenig beim Zählen ins Schleudern, denn der schlaksige Linkshänder in Reihen des TuS Bommern warf Tor um Tor - und das schon in der ersten Halbzeit. Allein da brachte es Paul Reichelt schon auf stattliche zehn Treffer - am Ende waren es überragende 15 Tore für ihn. „Das freut mich für ihn - Paul hat heute ein herausragendes Spiel gemacht“, lobte Trainer Ingo Brebach, bei dem der 22-Jährige bisweilen keinen ganz leichten Stand hat. Am Samstagabend aber rief er sich nachhaltig in Erinnerung, nutzte beinahe jede sich bietende Gelegenheit.

Der TuS Bommern hatte beim Spiel gegen die Gladbecker Reserve einige Umstellungen vor allem in der Deckung vornehmen müssen. Ohne Thomas Hitzemann und den erkrankten Tibor Sipos fehlte der stabile Innenblock - doch hier sorgten Andreas Buchholz, Fabian Jung und insbesondere Lukas Burbaum für jede Menge Ballgewinne. „Das haben sie wirklich gut gemacht, vor allem Lukas hat mich da überzeugt. Das war Weltklasse von ihm“, sparte der TuS-Coach nicht mit Superlativen. Allerdings waren die Gladbecker im Angriff auch relativ harmlos, luden Bommern schon am Anfang immer wieder zu schnellen Gegenstößen ein, die Paul Reichelt und Felix Groß vortrefflich nutzten. So hieß es sehr schnell 7:2, dann 9:4 für den TuS Bommern, der es bis zum Seitenwechsel (21:14) dann etwas gemächlicher angehen ließ.

„Da haben wir in der zweiten Halbzeit dann schon deutlich mehr gezeigt - das habe ich zur Pause auch angesprochen“, kritisierte Brebach trotz des komfortablen Vorsprungs das leichtfertige Deckungsverhalten in der Endphase von Abschnitt eins. Nach 45 Minuten aber hieß es 31:19 für die Wittener - Fabian Jung hatte für Tor Nummer 30 gesorgt. Noch immer war der Torhunger von Linkshänder Paul Reichelt nicht gestillt, der sich jetzt auch teilweise im rechten Rückraum versuchte. In den letzten Minuten war er weitere drei Male erfolgreich und krönte damit seine herausragende Partie. Das 40. Tor allerdings blieb dem TuS Bommern verwehrt - da hätte man sich vor allem von der Strafwurfmarke (drei vergebene Siebenmeter) ein wenig konzentrierter zeigen müssen. Die nächste Aufgabe gibt’s nun beim HC TuRa Bergkamen II (7. Februar; 19.15 Uhr).

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