Peters hängt Behrla ab

Raus nach dem ersten Kampf: Benjamin Behrla (li.) enttäuschte in Georgien.    Foto: Oliver Schinkewitz
Raus nach dem ersten Kampf: Benjamin Behrla (li.) enttäuschte in Georgien. Foto: Oliver Schinkewitz
Foto: Oliver Schinkewitz

Tiflis (GEO). Es wird nicht leichter für Judo-Ass Benjamin Behrla (Sport-Union Annen): Der 26-Jährige musste beim Weltcup-Turnier im georgischen Tiflis einen herben Rückschlag auf dem Weg zu den Olympischen Spielen hinnehmen. Während Behrla schon seinen ersten Kampf verlor, rauschte DJB-Rivale Dimitri Peters durch bis ins Finale der 100-kg-Klasse und gewann das Turnier.

Wenn es eine Konstellation gegeben hat, die aus der Sicht des SUA-Judoka rein gar nicht hätte eintreten sollen, dann war es genau diese. Behrla nahm sich für Tiflis eine Menge vor, fühlte sich gewappnet für den internationalen Vergleich - und landete unsanft auf dem Boden der Tatsachen. Derzeit ist der Rotenburger Dimitri Peters einfach der erfolgreichere der beiden Olympia-Kandidaten - mit seinem Sieg in Georgien hat „Dima“ eine nachhaltige Bewerbung bei Bundestrainer Detlef Ultsch hinterlegt. Sollte Behrla in den kommenden Wochen nicht ähnlich herausragende Ergebnisse erzielen, dann wird der Chefcoach wohl kaum umhin kommen, nach der EM im russischen Tscheljabinsk im April erstmals Peters für Olympia zu nominieren. Der SUA-Kämpfer würde dann die Kämpfe in London nur als Zuschauer verfolgen.

Gleich in seinem ersten Duell der 100-kg-Kategorie musste Benjamin Behrla gegen den Georgier Soso Mskhaladze ‘ran, der vor heimischer Kulisse stürmisch unterstützt und gefeiert wurde. Selbst gelang dem Annener dabei nur eine Yuko-Wertung - doch der Lokalmatador dominierte das Geschehen, fügte zwei Yuko-Wertungen nach 3:43 Minuten den entscheidenden Ippon hinzu. Für Behrla war das Weltcup-Turnier damit schon frühzeitig gelaufen.

Konkurrent Dimitri Peters indes gewann seine drei Pool-Kämpfe gegen Razmik Tonoyan (Ukraine), Sidi Mohamed Aouidate (Marokko) und Elmar Gazimov (Aserbaidschan), räumte im Halbfinale auch den Georgier Irakli Koblianidze aus dem Weg. Ironie des Schicksals, dass Peters im Endkampf eben jenem Soso Mskhaladze gegenüberstand, an dem Behrla gescheitert war. Die zweite Waza-ari-Wertung nach 2:45 Minuten bedeutete den Turniersieg, der Peters im Rennen um die Olympiafahrkarte nun klar bevorteilt.

In der Kategorie bis 90 kg unterlag der für die SUA in der ersten Liga startende Robby van Laarhoven (Niederlande) gleich zu Beginn nach 3:53 min. gegen den Mönchengladbacher Aaron Hildebrand - Turnier vorbei. Etwas besser lief es für seine Landsfrau Esther Stam (ebenfalls SUA-Bundesliga-Team), die in Sofia zunächst zweimal gewann, dann aber zwei Niederlagen einstecken musste und am Ende immerhin Siebte wurde.

 
 

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