Mit voller Fahrt voraus

Der Einsatz von Herbedes Michael Noth (Mitte) gegen den TV Brechten ist noch fraglich.
Der Einsatz von Herbedes Michael Noth (Mitte) gegen den TV Brechten ist noch fraglich.
Foto: WAZ
HSV Herbede peilt im Heimspiel gegen den TV Brechten dritten Sieg in Folge an. Coach Uli Schwartz mahnt zur Leistungssteigerung.

Herbede..  Mit dem neuen Jahr kann man beim HSV Herbede bis jetzt eigentlich zufrieden sein. Abgesehen von der Auftaktniederlage gegen Ahlen fuhr das Team von Coach Uli Schwartz ausnahmslos Siege ein - bei Mitaufsteiger PSV Recklinghausen II zuletzt sogar zum ersten Mal in der Fremde. Diesen Aufwärtstrend möchten die Ruhrstädter nun daheim gegen den TV Brechten (Sa., 19.30 Uhr, Horst-Schwartz-Sporthalle) fortsetzen.

„Dazu müssen wir uns am Hinspiel orientieren“, erklärt Uli Schwartz. Damals setzte es zwar eine knappe 27:30-Niederlage für die Seinen, über weite Strecken der Partie agierte man in der Offensive aber druckvoll. Lediglich die schwache Wurfausbeute aus dem Rückraum verhinderte ein besseres Ergebnis. „Im Rückraum sind wir zwar immer noch geschwächt, doch das darf am Samstag kein Alibi sein“, meint der Herbeder Trainer. Denn beim HSV hat man seinen Spielstil schon längst den, sich mehr oder minder durch die Spielzeit ziehenden, Personalproblemen im Rückraum angepasst. Das zeigte sich schon gegen Ende der Hinrunde bei den starken Auftritten gegen die Landesliga-Spitzenteams und trägt nun zusehends Früchte, wenngleich spielerisch durchaus noch Luft nach oben besteht.

Zudem sind einige wichtige Spieler auf den Halbpositionen wieder einsatzbereit. Zum Beispiel Mathias Ciesiolka, der immer besser in Schwung kommt, aber sicherlich noch ein paar Wochen brauchen wird, um nach seinem Kreuzbandriss komplett zu alter Stärke zurückzufinden. Michael Noth hingegen schonte sich unter der Woche „Vielleicht reicht es für Samstag“, hofft Schwartz.

Um gegen Brechten den dritten Sieg in Folge feiern zu können, wird es letztlich vor allem darauf ankommen, inwieweit die Schwartz-Sieben ihre Heimstärke auf’s Parkett bringen und sich spielerisch steigern kann. „Die Leistung vom letzten Wochenende oder gegen Ickern reicht nicht, um Brechten zu schlagen“, mahnt der Coach. Zwar habe er an der Einstellung der Seinen nichts auszusetzen gehabt, doch im technisch-taktischen Bereich sah Schwartz noch Defizite. Zu Hause gegen den TuS Ickern dürften das allen voran die zahlreichen Ballverluste gewesen sein, welche der TV Brechten sicherlich ausnutzen würde. „Die Gäste haben sehr erfahren Akteure in ihren Reihen“, so Schwartz, der vom punktgleichen Tabellensechsten in dieser Saison aber mehr erwartet hätte und so guter Dinge ist, mit einem Heimsieg an den Dortmundern vorbeizuziehen.

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