Mit der Sonne kam gute Laune an die Ruhr

Bei der 17. Auflage des Drachenboot-Festival „Days of Thunder" hängten sich die Hobbysportler wieder mächtig rein, um die Konkurrenz auf dem Wasser hinter sich zu lassen.
Bei der 17. Auflage des Drachenboot-Festival „Days of Thunder" hängten sich die Hobbysportler wieder mächtig rein, um die Konkurrenz auf dem Wasser hinter sich zu lassen.
Foto: FUNKE Foto Services

Witten..  Ein voller Erfolg waren die 17. „Days of Thunder“ des Kanu-Club Witten auf der Ruhr. 80 Teams hatten für die legendäre Veranstaltung gemeldet und verwandelten das Gelände des KCW erneut zu einer Parallelwelt der Drachenbootsport-Verrückten. Die Zuschauer standen in Scharen am Streckenrand, um die Aktiven lautstark nach vorne zu peitschen.

Dabei hatte das Spektakel zunächst unter gar keinem guten Stern gestanden, am Samstagmorgen machten sich dicke Wolken über der Ruhr breit - der erste Regen ließ nicht lange auf sich warten. Doch den Ehrgeiz und die Lust auf das Paddeln konnte das kühle Nass von oben nicht bremsen. „Fritz-Walter-Wetter - genau so mag ich es“, nahm Sebastian vom Team „Nichtschwimmer“ die Verhältnisse einfach mit Humor. Und es dauerte nicht lange, ehe die Teilnehmer und Zuschauer für ihre Robustheit belohnt wurden. Mehr und mehr lockerte sich die Wolkendecke auf und die Sonne machte sich breit.

Traditionell war das Geschehen auf dem Wasser jedoch wieder nur ein kleiner Randaspekt. Denn sich einfach in ein Boot setzen und schnell paddeln, das kann ja jeder. So übertrumpften sich die Aktiven gegenseitig mit ihren kreativen Outfits. Spartaner, Piraten, Boxer, Judoka, Football-Spielerinnen, Zwerge - die Liste der Verkleidungen konnte sich mehr als sehen lassen. Auch der Zeltplatz bot einen ganz besonderen Anblick. Statt einfachen Zelten hatten sich etliche Sportler extrem viel Mühe mit ihren Behausungen gegeben, die schon fast an Städte erinnerten. Den Vogel schossen die „Söhne Siegfrieds“ ab, die ihre Unterkunft zum Verwechseln ähnlich an die legendäre Hamburger Box-Kneipe „Zur Ritze“ anlehnten.

Während sich die Teams während der Rennen mit allem gebotenen Ehrgeiz duellierten, stand in den Pausen ganz die „Völkerverständigung“ auf dem Programm. Denn letztendlich schielten zwar fast alle Teams auf einen Platz in den Endläufen, ohne die gesellige Atmosphäre und mannschaftsübergreifende Aktivitäten wären die „Days of Thunder“ wohl nur die Hälfte wert. Gerade in den Abendstunden am Samstag nutzte man die Party mit der Band „Simple Beatz“ für ein geselliges Beisammensein. So war das ein oder andere müde Gesicht am Sonntag nicht zu übersehen.

Der KCW wurde bei der Veranstaltung von befreundeten Drachenboot-Teams aus ganz Deutschland unterstützt. Insgesamt sorgten weit über 100 Helfer für einen reibungslosen Ablauf. Dirk Riedel wurde nach zehn Jahren aus dem Organisationsteam verabschiedet, für ihn übernimmt Felix Krampe.

In den Finals am Sonntag zeigte sich die Leistungsdichte der Teams. Mit bloßem Auge war beim Zieleinlauf kaum auszumachen, wer die Nase vorne hatte. In der Fun-Klasse setzten sich „JD-Neuhaus-Dragons“ die Krone auf, im Funsport-Bereich ging der Sieg an die Thunderdragons. Bei den Damen wurden die „Hausdrachen“ für ihre jahrelangen Mühen belohnt. „Das ist unser erster Sieg“, freute sich Teammitglied Michaela. In der Sport-Konkurrenz gewannen die Gießener Schlammbeiser United Sport und die „Stechende Lahnrosen“ (Damen).

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