Jessica Zaib feiert mit Sieg tolles Debüt

Aachen..  Sehr zufrieden schaute Karlheinz Stump, Trainer des Damen-Judo-Bundesligisten SU Annen. nach dem Kampftag aus. Zwei Zähler hatte sein Team beim 3:2 gegen den gastgebenden Brander TV in Aachen geholt. Gegen den Favoriten Hamburger JT nur knapp 3:4 verloren.

Gegen die Hanseaten war sogar mehr drin. Doch es sollte nicht sein. Miriam Dunkel (-78 kg) verlor etwas unglücklich. Ihre drei Yuko-Wertungen hätten auch durchaus höher bewertet werden können. So verlor sie aber letztlich gegen Anna von Berg.

Wieder einen starken Eindruck hatte Alexandra Zwirner (-57kg) hinterlassen. Die erst 18-Jährige bezwang Doreen Brandt. „Alex hat sehr, sehr stark gekämpft“, lobte Karlheinz Stump seinen Youngster. Und auch die Polin Monika Rycak machte ihre Sache gut und holte in der Klasse bis 70 Kilo einen Zähler. In den dritten Punkt steuerte Sarah Kasper bei, die durch Ippon ihren Kampf für sich entschied.

Gegen die Gastgeberinnen stellte Stump um. Miriam Dunkel blieb auf eigenen Wunsch draußen. „Sie ist überkämpft“, erklärte SUA-Trainer Stump. Für sie rückte Rahel Krause auf die Position bis 78 kg. Dank einer starken Vorstellung ermöglichte sie ihrer Gegnerin Corinna Durchfeld keine Wertung, so dass der fünfminütige Kampf Remis endete.

Ein schnelles Ende bereitete Kyra Quast (-63 kg) ihrer Kontrahentin. Nach gerade einmal 39 Sekunden hebelte sie Tais Martinez aus – Ippon. Mit zwei Hüftwürfen kämpfte Nadine Herbertz die Branderin Marei Richter nieder.

Einen fast sensationelles Debüt feierte Jessica Zaib im Bundesliga-Team der Sport-Union. Der 17-Jährigen gelang eine Yuko-Wertung, die sie über die Zeit brachte. Ein perfekter Einstand in der höchsten deutschen Liga.

Mindestens genauso hoch ist das Unentschieden von Alexandra Zwirner an diesem Abend einzuschätzen. Gegen die belgische Nationalkämpferin Nikki Pluymaekers ließ Zwirner beim Stande von 3:2 für die SUA nach taktischer Meisterleistung keine Wertung zu und sicherte ihrem Team somit den Erfolg.

„So viele Punkte haben wir in der Bundesliga noch nie geholt“, freute sich Stump. Der Lohn: Platz vier.

 
 

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