HSV geht in Welper baden

Erik Schulte, Albert Haupt (v.r.) und Co. griffen vor allem in Hälfte zwei nur selten so beherzt zu wie in dieser Szene. Am Ende setzte es für den HSV Herbede in Welper eine 22:35-Pleite.
Erik Schulte, Albert Haupt (v.r.) und Co. griffen vor allem in Hälfte zwei nur selten so beherzt zu wie in dieser Szene. Am Ende setzte es für den HSV Herbede in Welper eine 22:35-Pleite.
Foto: Funke Foto Services
Angeschlagener HSV Herbede kann bei Westfalia Welper nur 20 Minuten dagegen halten. Erste Niederlage nach drei Siegen in Serie. Welper kommt bis auf einen Zähler heran.

Hattingen.. DJK Westf. Welper -
HSV Herbede 35:22

HSV: Scholz, Gajowski; Hoffmann, Schulte (3), Haupt (3), Ciesiolka (6), Radtke (6/2), Meuren, Schmitz (4), Pemöller, Knufinke, Busch.

Der Handball-Landesligist HSV Herbede ist unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Der Aufsteiger, der zuvor drei Siege in Folge feierte, kassierte bei Westfalia Welper eine empfindliche 22:35 (10:13)-Niederlage. Durch den Sieg rückt Welper in der Tabelle bis auf einen Punkt an die Wittener heran.

Alles andere als überrascht war Uli Schwartz nach der Partie. Schon beim Training unter der Woche hatte Herbedes Trainer die fehlende Substanz bei einem Großteil seiner Spieler ausgemacht. „Die halbe Mannschaft lag bis Donnerstag flach. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen“, sagte Schwartz nach der Partie. Die spielte der HSV nicht nur mit zahlreichen angeschlagenen Akteuren, sondern auch ohne Michael Noth, Lennart Hein, Marius Schultz und Michael Trippe.

Den Wittenern war trotzdem anzumerken, dass sie sich in der Nachbarstadt nicht kampflos geschlagen geben wollten. Die Gäste wussten, was sie in Welper erwartet und nahmen den Kampf zunächst an. 20 Minuten lang blieb die Partie offen, die Führung wechselte hin und her. Wenn Max Hoffmann und Albert Haupt nicht frei und Thomas Radkte nicht von der Siebenmetermarke verworfen hätten, wäre sogar ein deutlicher Vorsprung für Herbede drin gewesen.

Kleiner Höhepunkt aus Wittener Sicht: Matthias Ciesiolka hämmerte den Ball zum 8:7 in den Winkel (16.). Viermal hatte der wiedergenesene Rückraumspieler zu diesem Zeitpunkt schon getroffen. In den letzten Minuten vor der Pause deutete sich jedoch bereits an, was sich nach dem Seitenwechsel bestätigen sollte: Herbede fehlte nun die Power, um sich gegen keinesfalls spielerisch starke, aber couragierte Gastgeber ausreichend zu wehren. Zumal es in der Breite auch an Qualität mangelte, da der Kader am Samstag mit Spielern aus der Reserve aufgefüllt wurde.

So setzte sich die Westfalia schon bis zur Halbzeit auf 13:10 ab – und hatte mit Wiederbeginn dann leichtes Spiel. Welper erhöhte schnell auf 19:13 (38.) und 22:14 (43.) und nahm den geschwächten Herbedern damit endgültig den Glauben. Die Hausherren kannten keine Gnade, schraubten das Ergebnis in die Höhe und nutzten die Gelegenheit, um sich von den eigenen Zuschauern mal so richtig feiern zu lassen.

„Das Ergebnis ist auch in der Höhe verdient. Welper hat genau so gespielt, wie wir im Hinspiel“, resümierte Uli Schwartz. Er stellte fest: „Wir hatten heute eine körperliche Schwäche, aber auch mental kamen wir nicht mit. Wir haben nicht das gespielt, was wir ausgemacht hatten.“

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