Hevens Triumph dank geballter Routine

Ein verdienter Stadtmeister: Hevens Volkan Kiral stemmt den Siegerpokal in die Höhe.Im Finale setzten sich die TuS-Fußballer mit 3:0 gegen den SV Herbede durch.
Ein verdienter Stadtmeister: Hevens Volkan Kiral stemmt den Siegerpokal in die Höhe.Im Finale setzten sich die TuS-Fußballer mit 3:0 gegen den SV Herbede durch.
Foto: Funke Foto Service
Neuer Hallenstadtmeister ist der TuS Heven 09. Im Finale setzte sich das Westfalenliga-Team mit 3:0 gegen den SV Herbede durch.

Witten..  Daran gab’s nun wirklich nichts zu deuteln: „Der TuS Heven ist ein verdienter Hallenstadtmeister“, meinte Fußball-Fachschaftsleiter Georg Fehrentz am frühen Sonntagabend bei der Siegerehrung des „Sparkassen-Hallencups“ in der Fritz-Husemann-Sporthalle. Keinen einzigen Punkt gab der Westfalenligist an den beiden Turniertagen ab - und auch das Finale gegen den SV Herbede gewann man durchaus souverän mit 3:0.

Vor allem für die Anhänger des TuS Heven 09 war es nach den schwierigen zurückliegenden Monaten der sportlichen Talfahrt ein Genuss, endlich wieder im Erfolg baden zu können. Angeführt von den Winter-Rückkehrern David Nyenhuis, Volkan Kiral, Maik Knapp und Demir Mustic (Letzterer spielte nur die Vorrunde, musste am Sonntag erkrankt passen) zeigte der TuS seiner innerstädtischen Konkurrenz die Hacken. Drei Siege am Samstag (u. a. zum Auftakt das herausragende 6:1 gegen den Landesligisten SV Herbede), drei weitere in der Zwischenrunde am Sonntag - und dann auch noch ein überlegenes 4:0 im Semifinale gegen den starken Bezirksligisten SV Bommern 05. Diese Souveränität, die das beim Hallencup von Peter Kluth betreute Team versprühte, ging den Hevenern im ersten Teil der Westfalenliga-Saison merklich ab.

„Schreib’ das ruhig: Ich bin wieder zurück - Volkan Kiral, Nummer zehn“, rauschte der Mittelfeld-Könner feixend nach dem Finalsieg am Chronisten und Hevens Sportlichem Leiter vorbei. Diese Vorlage nahm Peter Kluth gerne auf: „Es tat gut, dass wir mit unseren Neuen wieder eine vernünftige Leistung gezeigt haben. Der Turniersieg war eindeutig verdient. Wobei uns klar war, dass es gegen Herbede nicht noch mal so leicht werden würde wie in der Vorrunde.“

In der Tat ließen sich die zwölf Endspiel-Minuten mit ausgeglichenen Spielanteilen an. Die ersten Schusschancen hatte der SV Herbede durch Chris Reckort und Gianluca Silberbach. Doch im Kasten des TuS Heven stand eben mit Altmeister Holger Lichottka (inzwischen 45) ein Mann, der sein Fach versteht wie kaum ein Zweiter in der Ruhrstadt. Nach sieben Spielminuten durfte dann erstmals gejubelt werden beim TuS: Herbedes weit aufgerückter Keeper Daniel Hamann scheiterte mit einem Distanzschuss-Versuch und wurde clever von David Nyenhuis überlupft - 1:0.

Die beste SVH-Chance ließ kurz darauf Gavin Hope liegen, der an Lichottka scheiterte (8.). In der Schlussphase sorgte dann Nyenhuis mit seinem zweiten Treffer für die Vorentscheidung, Andreas Golm setzte nach grandioser Vorarbeit von Maik Knapp mit dem 3:0 den Schlusspunkt. „Dieser Stadtmeister-Titel ist natürlich immer unser Ziel als Wittener Marktführer - hier geht’s ja auch um eine Menge Prestige“, erklärte Peter Kluth kurz nach der Siegerehrung.

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