Heimsieg mit Sternchen

Die Oberliga-Lateinformation des Ruhrtanzclubs Witten gewann in der Husemannhalle ganz überlegen. Foto: Oliver Schinkewitz
Die Oberliga-Lateinformation des Ruhrtanzclubs Witten gewann in der Husemannhalle ganz überlegen. Foto: Oliver Schinkewitz
Foto: Oliver Schinkewitz

Witten. Welch ein Erfolg für die Lateinformation des Ruhrtanzclubs Witten. Beim eigenen Turnier in der Husemann-Sporthalle setzte sich das Oberliga-Ensemble von Marion Kegenhoff und Tobias Jasinski klar durch, übernahm wieder die Spitze vor Rivale 1. TSC Emsdetten.

Der Jubel der Wittener Formation kannte nach der Wertung im Finale der sechs besten Mannschaften keine Grenzen: Vier von fünf möglichen Einsern - so deutlich hatte sich in dieser Saison noch kein Team durchgesetzt. „Das war eine ganz souveräne Leistung“, freute sich Marion Kegenhoff vor allem über den Vortrag im Finale. „Ich hatte ja erst befürchtet, vor eigenem Publikum würde unsere Mannschaft überdrehen - aber sie haben es geschafft, die tolle Atmosphäre aufzunehmen und haben sich davon anstecken lassen“, war die Trainerin begeistert von ihren Schützlingen, die damit im Kampf um den ersten Platz ein klares Zeichen an die Konkurrenz aus dem Münsterland sendeten.

Nach dem Sieg in Bochum und dem zweiten Rang in Dorsten gilt das A-Team des Ruhrtanzclubs ohnehin neben den Emsdettenern als Topfavorit auf die Teilnahme an der Aufstiegsrunde Ende Mai in Oberhausen. Doch vor den vielen eigenen Fans (rund 500 Zuschauer waren am Samstag zu Gast in der Husemannhalle) wollten sich die RTC-Tänzer natürlich von ihrer besten Seite zeigen. Das Trainergespann hatte in den zurückliegenden Wochen ein wenig am Konzept gefeilt, der Mannschaft klarere Richtlinien für den Aufbau der Choreographie mit auf den Weg gegeben. „Aber umsetzen müssen sie es auf der Tanzfläche eben immer noch selbst“, so Marion Kegenhoff. Doch jegliche Sorge war unbegründet.

Schon in der Vorrunde waren die Wittener Paare in bester Verfassung. Das Trainerteam hatte u. a. zwei bisherige Ersatzleute eingebaut - „schließlich sollte beim eigenen Turnier jeder die Chance haben, sich zu zeigen“, so Marion Kegenhoff. Problemlos gelang der Einzug in die nächste Runde - „auch wenn es hier und da noch nicht ganz so optimal aussah“, wie Tobias Jasinski in der Pause anmerkte.

Endlich mal ein glückliches Händchen dann bei der Auslosung fürs Finale der besten fünf Formationen: Als letztes Team durfte Wittens A-Team aufs Parkett - und quasi von Sekunde zu Sekunde wirkte das Ensemble selbstsicherer, souveräner. Gravierende Fehler blieben aus - und da die Konkurrenten aus Emsdetten keine so reife Leistung gezeigt hatten, blieb eigentlich keine andere Wahl für die fünfköpfige Jury: Viermal die Eins, dazu eine Zwei - dieser Heimsieg fiel ganz überzeugend aus. „Aber es lag sicher nicht nur an unserem Heimvorteil und dem tollen Publikum. Unsere Mannschaft hat all’ ihre Energie gebündelt und in diesen Finaldurchgang gelegt - ganz genau so, wie wir es vorher von ihnen gefordert haben“, war Marion Kegenhoff hörbar stolz auf ihre Schützlinge.

Am 22. April geht’s nun in Bochum weiter - „da wollen wir genau dort anknüpfen, wo wir Samstag aufgehört haben“, so Kegenhoff. Eine Künstlerpause ist tabu!

 
 

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