Gewinner sind Nebensache:

Foto: WAZ FotoPool/Bernd Böhmer

Annen. Langsam entwickelt sich diese Veranstaltung zum festen Bestandteil im Wettbewerbs-Kalender der Dart-„Cracks“ in der Umgebung: Bereits zum fünften Mal luden die Dart-„Haie“ der Sport-Union Annen zu ihrem Benefizturnier ein. Es gewann der Bochumer Kevin Münch vor SUA-Akteur Dominik Wigmann. Aber noch wichtiger: Die Einnahmen aus dem Turnier kommen - wie immer - dem guten Zweck in Witten zu Gute.

Schon lange ist Dart keine Sportart mehr, die, so das gängige Klischee, einzig mit abgenutzten Pfeilen in kleinen Kneipen praktiziert wird. So auch in Annen: Die Dart-Abteilung am Kälberweg zählt über 40 Mitglieder, darunter drei Jugendliche. Wie beim Benefizturnier mit 35 Teilnehmern bohren sich die modernen Pfeile in den Kork der fünf Dartscheiben. In einem spannenden Finale setzte sich Kevin Münch gegen den Wittener Dominik Wigmann durch. Wigmanns Bochumer Kontrahent war sogar schon bei Weltmeisterschaften aktiv - und wusste doch den besonderen Wert des Turniers zu schätzen. „Es ist nicht so anstrengend und man kann auch mal locker mit den Leuten zusammen sitzen“, freute sich der entspannte „Star“ des Turniers.

Ann-Kathrin Wigmann rundetgutes Wittener Ergebnis ab

Aber auch Wittens Spieler gaben sich keine Blöße: Dominiks Vater Werner Wigmann freute sich nach den insgesamt 196 gespielten Begegnungen über den dritten Platz. Beste Dame wurde ebenfalls eine Wigmann: Ann-Kathrin sicherte sich Platz neun und trägt somit den Titel der „Best Lady“.

Sie rundete damit das gute Wittener Ergebnis ab. „Denn es ist immer etwas Ehrgeiz da - keiner geht gerne an Bord, um zu verlieren“, schilderte Volker Henschel, Dart-Abteilungsleiter der SUA, die Besonderheit des Dartsports.

Dennoch war das Wichtigste die Spende. „Vor fünf Jahren entstand das Turnier aus einer Laune heraus. Seitdem übergeben wir den Erlös an eine ortsnahe Institution“, erklärte Dart-Hai Jürgen Büsing: „Und auch Wittener Firmen haben schon gespendet.“ Nachdem im letzten Jahr der Erlös in Höhe von 1 000 Euro aufgeteilt wurde, wollte man das diesjährige Ziel noch nicht mitteilen. „Aber das Geld geht nach Möglichkeit wieder an eine Wittener Kinderhilfs-Organisation“, verriet Henschel.

Das Turnier im heißen Vereinsheim war für Gewinner und Verlierer ein tolles Erlebnis: „Das Sportliche steht bei uns sowieso nie ganz im Vordergrund“ erzählte Büsing lachend. Also genoss man das lockere Beisammensein sowie die angebotenen, leckeren Bratwürstchen und - natürlich - das kühle Nass an der Vereinstheke.

Ganz ohne Kneipenflair geht es dann offensichtlich doch nicht.

 
 

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