Gemischte Gefühle beim TTW

Kaum etwas zusammen lief für das Herren-Zweitliga-Team des TTW in Eutin. Gleich drei Ausfälle gab es zu beklagen, so kam man über Rang 16 nicht hinaus.
Kaum etwas zusammen lief für das Herren-Zweitliga-Team des TTW in Eutin. Gleich drei Ausfälle gab es zu beklagen, so kam man über Rang 16 nicht hinaus.
Während die Damenmannschaft ihre Spitzenposition mit Rang drei in Eutin verteidigt, sind die Herren der Wittener vom Pech verfolgt.

Eutin..  Auch dieses Jahr ging es für die Aktiven des Triathlon Team TG Witten der 2. Bundesliga Nord nach Schleswig-Holstein. Nach zwei Mannschaftssprints zu Saisonbeginn wartete in Eutin eine Olympische Distanz im klassischen Format. Mit Spannung wurde erwartet, ob die Damen die Tabellenführung und die Herren den Bronzerang behaupten können.

Mit Jony Heerink, Tatjana Kortmann und Sabine Dettmar schickte man ein starkes Trio auf die Strecke, dazu feierte Diotima Berk ihr Debüt auf der Olympischen Distanz und in der Bundesliga. Berk und Heerink erwischten einen guten Start und kamen weit vorne aus dem Wasser. Kortmann folgte etwas später - nur Dettmar musste dem harten Positionskampf Tribut zollen und beendete die Auftaktdisziplin im hinteren Drittel. Auf dem Rad kämpfte sich die erfahrene Athletin dann aber deutlich nach vorne und wahrte so ihre Chancen auf eine gute Platzierung.

Auf der abschließenden 10-Kilometer-Distanz rund um den Eutiner See machte Jony Heerink dann ihre Ausgeglichenheit in allen drei Disziplinen deutlich. Nachdem sie im Schwimmen und Radfahren stets vorne mitmischte, lief sie in schnellen 39:16 Minuten auf einem starken fünften Platz ein. Dettmar, die in den letzten Wochen viel an ihrer Tempohärte gefeilt hatte, wurde für ihre Aufholjagd mit Rang 17 belohnt. Kortmann lief knapp dahinter als 19. ins Ziel. Berk sicherte sich den 26. Platz.

Köln schnappt sich den Sieg

Insgesamt reichte das zu einem sehr ordentlichen dritten Rang hinter dem souveränen Sieger aus Köln und Buschhütten. Damit verteidigte man die Tabellenführung. Vor den letzten beiden Wettkämpfen deutet sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit Buschhüten an, die nur noch einen Punkt Rückstand auf die Wittenerinnen haben.

Auch für die Herren des TTW wäre in Eutin wieder einiges möglich gewesen, doch ein echter Seuchentag verhinderte eine gute Platzierung. Sebastian Krusch und Lukas Engelbert gaben ihr Debüt und konnten gleich überzeugen. Beide Starter kamen im Mittelfeld aus dem Wasser und kämpften sich mit einer starken Fahrt auf dem Rad in das vordere Drittel des Feldes. Auf der abschließenden Laufstrecke konnte das Duo seine Stärke dann voll ausspielen. Mit Zeiten unter 34 Minuten sicherten sich Engelbert und Krusch fast zeitgleich die Plätze 23 und 24. Das war es dann aber auch schon an guten Nachrichten aus Wittener Sicht.

Denn die übrigen TTW-Starter wurden vom Pech verfolgt. Während des Landgangs zwischen den zwei Schwimmrunden trat Sjoerd Veltman in eine Scherbe. Der Schnitt ließ keine Fortsetzung des Rennens zu, die Wunde musste im Krankenhaus genäht werden. Dazu bekam Omar Brons kurz nach dem Start einen enormen Tritt in den Magen. Mit viel Kampfgeist schaffte er es in aussichtsreicher Position bis auf die Laufstrecke - dort musste er dann aber doch noch aufgeben. Doch damit noch immer nicht genug. Auch sein Bruder Milan Brons erreichte das Ziel nicht. Nach einer ordentlichen Vorstellung auf dem Rad zwang ihn eine Verletzung am Schienbein zur Aufgabe.

Somit erreichten nur zwei Starter des Quintetts die Ziellinie. Im Ergebnis spiegelte sich das in einem undankbaren 16. Platz wieder. Immerhin konnte man noch zwei Mannschaften hinter sich lassen. Der Aufsteiger hat sich also mehr als ordentlich etabliert im Bundesliga-Unterhaus. In der Gesamttabelle verlor man Rang drei und liegt nun auf dem sechsten Platz. In den verbleibenden zwei Rennen hofft man auf etwas mehr Beistand von oben. Pech hat man nun wahrlich schon genug gehabt - es kann eigentlich nur besser werden.

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