ETSV-Reserve ohne Chance

Vanessa Noth (am Ball) war mit sechs Treffern erfolgreichste Werferin beim ETSV Witten II.
Vanessa Noth (am Ball) war mit sechs Treffern erfolgreichste Werferin beim ETSV Witten II.
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler
Torhüterin Lisa Freitag verhindert bei 14:29-Niederlage im Rückspiel gegen den Lüner SV noch Schlimmeres.

Witten.. ETSV Witten II -
Lüner SV 14:29

ETSV: Freitag; Buhren (2), Kaltenhauser (1), Noth (6), Prior (2), Röder, L. Muhr (1), Weniger (2).

Erwartungsgemäß ging auch das Relegations-Rückspiel des ETSV Witten II gegen den Lüner SV verloren. Stark ersatzgeschwächt musste man sich den Gästen in der Jahnhalle letztlich deutlich mit 14:29 (8:13) geschlagen geben, wobei man sich trotz hoher Pleite durchaus ordentlich verkaufte.

Am Ende war der personelle Aderlass des Teams von Thomas Binnberg allerdings zu groß, um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Gerade einmal eine Wechselmöglichkeit hatte der Coach während der Partie. Die letzte Viertelstunde mussten die Ruhrstädterinnen auf dem Parkett sogar komplett ohne Rotation überstehen, da Melina Prior unglücklich umknickte.

Da war die Messe allerdings auch schon lange gelesen. Von Beginn an lauerte der Lüner SV auf Fehler der Binnberg-Sieben, der man die lange Saison und den im Vorfeld fast schon sicheren Abstieg durchaus anmerkte. Zur groß war einfach die Hypothek des Zwölf-Tore-Rückstands aus dem Hinspiel. Zwar bemühte man sich nach Kräften, sich vernünftig vom heimischen Publikum zu verabschieden, doch in Halbzeit eins lag man zwischenzeitlich schon scheinbar aussichtslos mit 4:10 (20.) zurück. „Da drohte es schon das erste Mal unerfreulich zu werden“, sagte Binnberg, der allerdings mitansah, wie die Seinen den Rückstand bis zur Pause zumindest nicht größer werden ließen. So ging’s mit 8:13 in die Kabinen.

Nach Wiederanpfiff lief’s dann denkbar ungünstig aus ETSV-Sicht. Mit einem 5:0-Lauf sorgten die Gäste schnell für die Vorentscheidung und zogen auf 18:8 davon (38.). „Ab da hat man dann auch die nachlassende Konzentration bei den Spielerinnen bemerkt“, erklärte Binnberg, der extra noch einmal eine Auszeit nahm, um den Seinen trotz sicherer Niederlage noch einmal einen kleinen Motivationsschub zu verpassen.

Vor allem bei Leonie Muhr und Torhüterin Lisa Freitag schienen die Worte ihres Trainers Wirkung zu zeigen. „Leonie spielte sehr engagiert auf, das war wirklich prima“, gab’s nach der Schlusssirene prompt ein kleines Lob vom Übungsleiter, der seinem Team trotz letztlich deftiger 14:29-Pleite keinen Vorwurf machen wollte. „Wir haben und im Ramen der Möglichkeiten gut präsentiert“, meinte er gerade mit Blick auf die Personalsituation. Neben Muhr tat sich vor allem Lisa Freitag im Kasten des ETSV hervor, die in zahlreichen Situationen ihre Klasse bewies und mit tollen Paraden eine höhere Pleite noch verhinderte.

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