Entscheidung fällt in Mülheim

Nach Platz zwei beim Heimturnier in der Husemannhalle peilt die RTC-Formation das Erreichen der Aufstiegsrunde an.
Nach Platz zwei beim Heimturnier in der Husemannhalle peilt die RTC-Formation das Erreichen der Aufstiegsrunde an.
Foto: Funke Foto Services
Ruhrtanzclub belegt Rang zwei hinter dem TTC Bochum. Packender Zweikampf mit TSC Emsdetten im Kampf um die Vizemeisterschaft.

Witten..  Eine Fahrkarte zum Aufstiegsturnier in Richtung 2. Bundesliga ist seit Samstagabend wohl vergeben. Der TTC Rot-Weiß-Silber Bochum gewann das vierte Regionalliga-Turnier eindeutig – Gastgeber Ruhrtanzclub Witten belegte dahinter Rang zwei und hat weiterhin gute Chancen, die Vizemeisterschaft dingfest zu machen.

Die Entscheidung muss nun am kommenden Sonntag (17. April) in Mülheim an der Ruhr fallen. Beim dann fünften und letzten Wettbewerb der Regionalliga West hofft das RTC-Ensemble, noch einmal vor dem Konkurrenten 1. TSC Emsdetten landen zu können. Noch liegen die Münsterländer um ein halbes Pünktchen vor dem Team des Trainergespanns Martin Klose/Marion Kegenhoff. „Jetzt werden wir in Mülheim noch einmal richtig Gas geben. Die Woche bis zum Turnier werden wir nutzen, um uns optimal vorzubereiten“, bekräftigte Marion Kegenhoff. Mit dem zweiten Rang beim Wettbewerb in eigener Halle konnte sie gut leben. „Dafür, dass die Trainingssituation vorab nicht so gut war, hat die Leistung schon gestimmt“, so die frühere Bundesliga-Tänzerin.

Gleich als zweites Team mussten die Wittener Lateiner am Samstagabend aufs Parkett und wirkten zu Beginn noch ein wenig zu verhalten. „Das ging aber nur bis zur ersten Pirouette. Als die gestanden wurde, hat man quasi eine Zehn-Tonnen-Last gespürt, die einigen da von der Seele fiel“, erklärte Kegenhoff, die das Geschehen von der Tribüne aus verfolgte. Die Fehler im ersten Durchgang hielten sich in Grenzen, der Einzug ins Finale der sechs besten Formationen war Formsache.

Bemerkenswert war einmal mehr die glänzende Stimmung in der Husemannhalle, wie auch der erfahrene Turnierleiter Thomas Kokott in seiner Moderation lobte. „Toll, wie sie hier mitgehen – das haben sich die Formationen auch verdient.“ Im Kabinentrakt schwor sich das RTC-Ensemble derweil ein für den Finaldurchgang, wollte noch mal eine Steigerung abrufen. Nach dem dritten Turnier hatte das Trainerduo zwei Stellen in der Choreographie zum Musikthema „Phönix“ leicht abgeändert – mit dem Ergebnis waren Kegenhoff und Klose einverstanden.

In der Endrunde mussten die Wittener als drittes Team aufs Parkett, zeigten wieder eine gute Darbietung. „Hier und da gab’s aber immer noch ein paar kleinere Fehler – die wollen wir bis zum Turnier in Mülheim noch abstellen“, so Kegenhoff. Einer der fünf Juroren zog eine „Eins“ für die acht RTC-Paare, zudem gab’s zwei Zweier und zwei Dreier. Das langte in der Summe zum zweiten Platz hinter dem TTC Rot-Weiß-Silber Bochum (1-1-1-1-3), der 1. TSC Emsdetten (2-2-3-2-3) wurde Dritter.

„Wir hatten in der Vorbereitung ähnliche Schwierigkeiten mit Krankheiten wie die Wittener. Mit dem Ausgang des Turniers sind wir zufrieden. Wir haben vor der Saison nicht damit gerechnet, so weit vorne zu landen – mit jedem Durchgang müssen wir uns weiter finden“, so TSC-Trainerin Vera Müller. „In Mülheim wird es jetzt richtig spannend. Natürlich wollen auch wir uns für die Aufstiegsrunde qualifizieren“, ergänzte sie kämpferisch.

Dass die Wittener den minimalen Rückstand (0,5 Punkte) auf Rang zwei wettmachen wollen, steht für Tänzer Moritz Heemann außer Frage. „Wir wollen nächste Woche noch einen draufsetzen. Wir wollen alle zum Aufstiegsturnier fahren. In unserem Team steckt so viel Potenzial – das spürt man in jedem Durchgang. Wenn wir unsere tänzerische Qualität voll einbringen, können wir Emsdetten noch abfangen“, legte er sich fest.

 
 

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