Ein Pünktchen fehlt zu Rang zwei

Das Latein-A-Team des Ruhrtanzclubs belegte beim Heimturnier verdientermaßen den dritten Platz.
Das Latein-A-Team des Ruhrtanzclubs belegte beim Heimturnier verdientermaßen den dritten Platz.
Foto: Barbara Zabka
Die Lateinformation des Ruhrtanzclubs Witten hat vor eigenem Publikum Platz drei erreicht - mit klarer Tendenz nach oben.

Witten..  Es ging knapp zu, verdammt knapp sogar: Letztlich fehlte dem A-Team des Ruhrtanzclubs nur ein einziges Pünktchen, um erstmals in dieser Regionalliga-Saison auf dem zweiten Platz zu landen. „Trotzdem war es eine hervorragende Leistung unserer Mannschaft“, würdigte RTC-Vorsitzender Peter Hartmann die Auftritte der Formation, die kurzfristig noch „umgebaut“ worden war.

Der ehemalige Trainer des Ruhrtanzclubs, Tobias Jasinski, fand sich am Samstag nämlich unvermittelt auf dem Tanzparkett wieder - inmitten des Wittener Drittliga-Ensembles. Da Moritz Heemann nicht rechtzeitig fit geworden war und das Bett hüten musste, war guter Rat teuer. Kurzerhand hatten die Wittener Trainer Peter Hartmann und Marion Kegenhoff bei Jasinski angefragt, ob er nicht als Notnagel einspringen könnte. Er konnte - und das durchaus überzeugend: „Ich hatte allerdings vorher nur etwa anderthalb Trainingseinheiten“, erklärte der frühere Bundesliga-Tänzer. Da macht man es dann halt mit Routine - und an der Seite von Franziska Bräuer bildete er eines der acht Paare, die am Samstagabend vor rund 300 Zuschauern eine richtig starke Leistung abriefen.

„In der Vorrunde war das absolut okay - im Finale hat sich die Mannschaft dann sogar noch einmal gesteigert“, stellte Peter Hartmann fest. Wie abgesprochen gab es zum Finaldurchgang zwei personelle Wechsel: Marion Kegenhoff und Julia Kleffmann übernahmen für Sarah Nußbaum und Linda Schaaf. Angetrieben vom euphorischen Publikum tanzten die RTC-Lateiner zum Musik-Thema „Furacao“ ausgelassen und voller Energie - was auch von den fünf Wertungsrichtern zu Recht gut benotet wurde. Hinter Seriensieger Ruhr-Casino des VfL Bochum und der TSA des TSV Bocholt, die bereits feststehen als Teilnehmer an der Zweitliga-Relegation in Bochum, belegte das Wittener A-Team (2-2-3-3-3) wie schon in der vergangenen Woche den dritten Platz. „Eine Wertung hat gefehlt, dann wären wir sogar Zweiter geworden“, wie Hartmann rechnete.

Abschluss in Mülheim/Ruhr

Jetzt steht für den aktuellen Liga-Dritten nur noch ein weiteres Turnier aus - das am 19. April in Mülheim an der Ruhr. Auch dort wollen die Wittener dann wieder aufs Treppchen. Dass Tobias Jasinski allerdings noch einmal für den RTC einspringt, ist aktuell eher unwahrscheinlich. „Mir tun im Moment einfach meine Füße und meine Waden weh. Wenn ich zuletzt nicht öfter joggen gewesen wäre, hätte ich das sicher nicht so durchgestanden“, gab der 28-Jährige grinsend zu Protokoll.

Für das junge B-Team der Wittener lief es am Sonntag zumindest ein wenig besser als zuletzt in Wesel. Die Mannschaft von Daniel Hartmann und Sabine Held belegte in ihrem dritten Landesliga-Turnier den siebten Rang, wurde also immerhin nicht Letzter. Platz eins ging einmal mehr an die B-Formation des 1. TSC Emsdetten, die bislang alle Wettbewerbe souverän für sich entschied. „Leider konnte unser Team diesmal nur mit sechs Paaren an den Start gehen. Dafür haben sie das gut gemacht - das Finale war eine deutliche Steigerung“, so Peter Hartmann.

 
 

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