Clevere Hagener eine Nummer zu groß

Marcel Kling
Bommerns Stürmer Marcel Herrmann (li.) war bei den Abwehrspielern des SSV  Hagen gut aufgehoben.
Bommerns Stürmer Marcel Herrmann (li.) war bei den Abwehrspielern des SSV Hagen gut aufgehoben.
Foto: Barbara Zabka
SV Bommern 05 im Spiel nach vorne zu harmlos. Technisch starker SSV Hagen bestätigt die Favoritenrolle.

Bommern. SV Bommern 05 -
SSV Hagen 1:3 (0:2)

SVB: Gensch, Brommer, Jakobs, Herrmann, Queißer, Bräuer (81. Schumacher), Hochwimmer, M. Berghaus (75. Munzig), S. Mathea, D. Mathea, Müller (66. Tytko).
Schiedsrichter: Adrian Wilczek.
Zuschauer: 150.
Torfolge: 0:1 (22.), 0:2(44.), 0:3 (75.), 1:3 Jakobs (89.).

Der SSV Hagen hat dem SV Bommern 05 klar seine Grenzen aufgezeigt und dürfte spätestens nach dem 3:1 (2:0)-Sieg am Goltenbusch ein ganz heißer Kandidat auf die Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga sein. Die Hagener überzeugten mit großer Ruhe am Ball und einer spielstarken Defensive, die den SVB überhaupt nicht zu Entfaltung kommen ließ.

„Ich bin enttäuscht, dass der Gegner an diesem Tag eine Nummer zu groß für uns war. Ich hatte erwartet, dass wir das Spiel offener gestalten können“, resümierte Bommerns Trainer Semin Salkanovic nach der Partie. Seine Mannschaft kam am Sonntag zu keiner Zeit für einen Sieg in Frage und blieb 89 Minuten lang ohne ernsthafte Torchance.

Der SSV Hagen hatte die Partie von der ersten Minute an im Griff. Die technisch starken Gäste ließen den Ball gut laufen und schalteten obendrein gut um und setzten so ihre schnellen Offensivspieler in Szene. So auch nach 22 Minuten, als der Ex-Stockumer Michel Ferreira sich sehenswert über außen durchsetzte und den Ball vor das Tor querlegte, wo sein Mitspieler nur noch einschieben musste. Auch beim 2:0 ging es nach dem Ballgewinn schnell nach vorne. Letztlich nutzte Ismail Ayar – vergangene Saison noch im Dress des TuS Heven – es aus, dass SVB-Keeper Kevin Gensch den Ball fallen ließ. „Wenn man immer wieder in der Vorwärtsbewegung den Ball verliert, dann ist das gegen so einen Gegner tödlich“, so Salkanovic. Mit dem 0:2-Rückstand ging Bommern in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel merkte man den Hausherren ihr Bemühen an. Hagen spielte aber clever und hielt die Bommeraner weit vom Tor weg. Eine Viertelstunde vor dem Ende fiel dann die Entscheidung. Wieder spielte Hagen schnell, diesmal stand Innenverteidiger Sven Hochwimmer falsch und gestattete den Gästen damit die Entscheidung. Wenig später traf Hagen noch die Latte. Der Treffer von Julian Jakobs nach Vorarbeit von Sven Mathea und Marcel Herrmann kam zu spät.