Clemens Pernack ist doppelter Bundessieger

RCW-Nachwuchstalent Clemens Pernack (13) war auf dem Otto-Maigler-See in Hürth von der Konkurrenz nicht zu stoppen. Er gewann gleich zwei Titel.
RCW-Nachwuchstalent Clemens Pernack (13) war auf dem Otto-Maigler-See in Hürth von der Konkurrenz nicht zu stoppen. Er gewann gleich zwei Titel.
Foto: Frank Oppitz
Kinderruderer vom Ruder-Club Witten überzeugen beim Bundeswettbewerb auf dem Otto-Maigler-See in Hürth auf ganzer Linie. Marlene Anastase verpasst knapp das Treppchen.

Witten..  Ein hartes, aber vor allem erfolgreiches Wochenende liegt hinter der Kinderruderern vom Ruder-Club Witten. Beim Bundeswettbewerb in Hürth zeigten die Aktiven von der Ruhr, die für das Team NRW an den Start gegangen sind, durchweg sehr gute Leistungen. Herausragend war Clemens Pernack. Der Leichtgewichtsruderer gewann sowohl die Langstrecke als auch das 1.000-Meter-Finale und ist damit doppelter Bundessieger. Ein grandioser Erfolg für den jungen Einerfahrer vom RCW, der sich damit den Eintrag in die Clubgeschichte verdient hat.

Aufgrund der heißen Temperaturen wurde im Vorfeld des nationalen Kräftemessens der deutschen Ruderjugend entschieden, die Langstrecke von 3.000 auf 2.000 Meter zu verkürzen. Doch das brachte Clemens Pernack (Jg. 02) nicht aus dem Konzept. Er wurde seiner Favoritenrolle durchweg gerecht und ruderte die schnellste Zeit aller 21 Boote in dieser Klasse. Im Ziel hatte er ganze sechs Sekunden Vorsprung auf den Ruderer aus Hessen.

Im ersten Finale auf der 1.000-Meter-Strecke sah es dagegen lange Zeit nicht nach einem deutlichen Sieg des Witteners aus. Er lieferte sich einen spannenden Dreikampf mit den Booten aus Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. 200 Meter vor dem Ziel zog Clemens Pernack dann den Endspurt an und fuhr rund eineinhalb Bootslängen Vorsprung heraus. Der verdiente Lohn: Die zweite Medaille sowie eine Einladung zum Förderlehrgang der Deutschen Ruderjugend im Herbst nach München.

Ebenfalls im Einer startete Marlene Anastase (02) auf dem Otto-Maigler-See. Als NRW-Vizemeisterin in dieser Klasse war ihr Ziel, auch im Bundesvergleich möglichst weit nach vorne zu rudern – und das ist ihr bestens gelungen. Auf der Langstrecke wurde die Wittenerin Vierte, zehn Sekunden hinter Rang drei. So sicherte sie sich den Startplatz im ersten Finale. Dort bestätigte Marlene Anastase ihre starke Form und wurde erneut Vierte. Siegerin wurde hier die zweite NRW-Starterin und Landesmeisterin aus Meschede.

Das eigene Ziel ebenfalls erreicht hat der Mädchen-Doppelvierer (01) mit Hanna Dzierma, Marie Treppke, Louise Weinhold, Anna Theiß und Steuermann Tom Reißig. Sie erkämpften sich auf beiden Strecken einen Platz im Mittelfeld – bei immerhin 18 Booten und einer traditionell starken Konkurrenz aus den neuen Bundesländern ein sehr gutes Ergebnis. Auf der Langstrecke wurde das Wittener Team zwölfte. Für den Sonntag bedeutete dies einen Start im B-Finale. Dort zeigte die Mannschaft mit Platz fünf – Rang elf der Gesamtwertung – erneut eine zufriedenstellende Leistung.

Für das vierte Wittener Boot beim Bundeswettbewerb war bereits die Teilnahme Grund zur Freude. Denn Finn Pilchner und Ben Büttner (beide 03) wurden im Leichtgewichts-Doppelzweier als Drittplatzierte des Landeswettbewerbs erst kurz vor der Regatta nachnominiert. Da beide dem jüngeren Jahrgang in dieser Klasse angehören, kam das Rennen um die Spitze in diesem Jahr für die beiden noch zu früh. Auf der Langstrecke wurden sie mit einer guten Zeit Fünfte in ihrer Abteilung, gleichbedeutend mit Platz 19 in der Gesamtwertung.

Im D-Finale am Sonntag konnte das Wittener Duo dann die beiden Boote aus Hessen hinter sich lassen und Platz zwei errudern. Für diese gute Leistung durften sie sich im Anschluss an das Rennen über die Silbermedaille bei der Ehrung für ihren Lauf freuen.

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