Bommern bleibt „ewiger Zweiter“

Niedergeschlagenheit bei Torhüter Jörg Kwapich und dem SV Bommern 05: Nach dem 0:1 in Kaltehardt bleibt der Club weiterhin in der A-Kreisliga.
Niedergeschlagenheit bei Torhüter Jörg Kwapich und dem SV Bommern 05: Nach dem 0:1 in Kaltehardt bleibt der Club weiterhin in der A-Kreisliga.
Foto: Fischer / WAZ FotoPool
Der SV Bommern scheint mit einem Fluch belegt zu sein. Auch im dritten Anlauf in Richtung Bezirksliga-Aufstieg scheiterte die Elf von Trainer Lars Kerwel, verlor beim TuS Kaltehardt mit 0:1 (0:1).

Bochum.. TuS Kaltehardt -
SV Bommern 051:0 (1:0)

Tor: 1:0 Tobias Wilde (8.).

Der SV Bommern scheint mit einem Fluch belegt zu sein. Im dritten Anlauf klappte es für die Elf von Trainer Lars Kerwel gestern wieder nicht mit dem Aufstieg in die Bezirksliga. Am letzten Spieltag bejubelte der TuS Kaltehardt nach dem 1:0 (1:0)-Sieg die Meisterschaft, während sich die Wittener Spieler trösten lassen mussten.

„Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß bei uns - wir bleiben wohl der ewige Zweite“, kommentierte Bommerns Coach Kerwel die bittere Niederlage. Ganz klar: Am Sonntag passte, das Wetter eingeschlossen, nicht sonderlich viel.

Schon in der 2. Minute hätte es mit etwas Glück 1:0 für den SVB gestanden. Doch Florian Brommer traf in der furiosen Anfangsphase per Kopf nur den Pfosten. „Das war ein denkbar ungünstiger Start, zumal wir ja kurz danach ja dann zurücklagen“, trauerte Kerwel der verpassten Großchance hinterher. Denn tatsächlich gab’s nur fünf Minuten später den Nackenschlag, als Kaltehardts Tobias Wilde aus gut 18 Metern Maß nahm und den Ball unten rechts ins Eck hämmerte - da hatte Bommerns Torhüter Jörg Kwapich nur das Nachsehen.

„Was wäre gewesen, wenn Brommer getroffen hätte?“, bemühten die Bommeraner später vielerorts den Konjunktiv. Aber warum nutzten die Gäste die verbleibenden 82 Minuten nicht? Da gab es schlichtweg kaum gute Torchancen für die Grün-Weißen, weil sie es im Spielaufbau fast nur mit hohen Bällen versuchten. „Das war überhaupt nicht unsere Spielweise, ich habe meine Mannschaft gar nicht wiedererkannt“, kritisierte Kerwel die Vorangehensweise des SVB. Selbst Kaltehardt-Coach Thomas Holz rieb sich verwundert die Augen, wie gut seine junge Elf die starke Bommern-Offensive unter Kontrolle hielt. Bis zur Halbzeitpause war lediglich Bochums Pascal Ditges zweimal gefährlich vor das Tor gekomen (12., 23.). Ansonsten verpasste für Bommern Sebastian Janek eine Hereingabe (26.) und Timo Schulz’ Freistoß aus der 36. Minute wurde noch einmal von TuS-Keeper Stefan Braun geklärt.

Im zweiten Abschnitt wollte man es dann mutiger angehen, brachte in der Folge drei Stürmer. Und beinahe hätte Kerwels erster Joker sogar gestochen, doch Marcel Gutschlag schoss zweimal über den Kasten (56., 61.). Die wohlmöglich beste Möglichkeit hatte aber der ebenfalls eingewechselte Marc Debald. Als lange Zeit nichts mehr in den Strafräumen passiert war, stohl sich der Stürmer aus dem Nicht-Abseits in den freien Raum und hätte bei einer Flanke reichlich Zeit zur Ballannahme gehabt. Debald entschied sich jedoch für den direkten Kopfball - in die Arme des Torwarts. Benny Schröders Kopfball an den Pfosten war etwas später die letzte Aktion (90.+5).

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel