Anfeuerung für die „Zweite“

Im letzten Saisonspiel geht es für Vanessa Oberbossel (re.) und den ETSV Witten gegen den bereits als Aufsteiger feststehenden TV Arnsberg.
Im letzten Saisonspiel geht es für Vanessa Oberbossel (re.) und den ETSV Witten gegen den bereits als Aufsteiger feststehenden TV Arnsberg.
Foto: Funke Foto Services
Die Verbandsliga-Sieben des ETSV Witten wird am Sonntag - vor ihrer Partie gegen den TV Arnsberg - zum „Fanclub“ der eigenen Zweitvertretung bei deren Schicksalsspiel.

Witten..  Es sieht nach einem versöhnlichen letzten Spieltag aus bei den Handballerinnen des ETSV Witten - zumindest, was das Verbandsliga-Team von Trainer Stephan Hellwig anbelangt. Am Sonntag (16 Uhr, Jahnsporthalle) geht es zum Ausklang ausgerechnet gegen Meister und Aufsteiger TV Arnsberg - und dem will man noch mal eine gute Partie liefern.

Im Hinspiel jedenfalls hatte das ganz gut funktioniert, wie sich auch Hellwig gut erinnern kann: „Da haben wir mindestens 50 Minuten lang richtig gut mitgehalten, sogar lange selbst geführt“, so Hellwig. Dass es am Ende eine 24:29-Niederlage setzte, schmerzt den Coach letztlich nicht annähernd so wie die jüngste Pleite in Roxel. „Da lief nicht viel zusammen - eines von mehreren Spielen, wo sicherlich mehr für uns drin gewesen wäre“, betont der ETSV-Trainer. Sechs Siege in 21 Spielen - eigentlich keine allzu rosige Bilanz. Doch Hellwig will den Stab nicht über dieser Saison brechen, die gewiss nicht als eine der besseren in die Vereinshistorie eingehen dürfte.

„Mein Fazit ist vor allem, dass unsere Mannschaft während der Saison eine gute Entwicklung genommen hat. Wir hatten immerhin sechs Neuzugänge einzubauen - sowas läuft nie ganz reibungslos ab“, so Stephan Hellwig. Wichtig sei aus seiner Perspektive, dass man das angepeilte Ziel, den Klassenerhalt, erreicht hat. „Und da kann uns auch am letzten Spieltag nichts mehr passieren“, atmet der Wittener Übungsleiter durch. Aktuell sieht es so aus, dass nur die beiden Letztplatzierten (derzeit Ahlen und Roxel) direkt absteigen, der Drittletzte (Soest) muss wohl noch in die Relegation.

„Ich freue mich auf dieses letzte Spiel - wir haben noch mal alle Leute an Bord“, betont Hellwig. Für einige wird es der letzte Auftritt im ETSV-Trikot sein, denn sie werden den Verein verlassen. Eine offizielle Verabschiedung allerdings wird es am Sonntag in der ungewohnten Spielstätte nicht geben, wie der Trainer wissen lässt. „Unsere volle Konzentration gilt vorab der zweiten Mannschaft, die wir bei ihrem so wichtigen Spiel gegen den TV Wanne unterstützen werden. Da wollen wir einfach keine Ablenkung durch Blumen-Übergaben oder dergleichen - das holen wir dann am kommenden Donnerstag beim Training nach.“

Schon vier Neue klar

Natürlich bereue es der ETSV-Coach, dass man den gemeinsamen Weg nicht in gleicher Besetzung fortsetzen kann. Sophie Hugger (zur PSV Recklinghausen), Annika Albus (Teutonia Riemke) und Mareike Mindt (hört auf) werden den Wittener Verbandsligisten verlassen. Bislang hat man mit Torfrau Rabea Lichte, Linksaußen Jessica Krawinkel sowie den aus der eigenen „Zweiten“ nach oben aufrückenden Paulina Jasinska und Katharina Scheibelhut vier neue Spielerinnen hinzugewonnen.

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