Alles schwärmt von Abensberg

Noch einmal alles geben: Marcel Haupt (re.) und die SU Annen müssen nach Abensberg.
Noch einmal alles geben: Marcel Haupt (re.) und die SU Annen müssen nach Abensberg.
Foto: WAZ

Witten.  Es wird wohl der letzte Kampftag für die Sport-Union Annen werden, wenn die Bundesliga-Judoka am Samstag (17 Uhr) beim Serienmeister TSV Abensberg antreten. Nach dem 1:7 im Viertelfinal-Hinkampf ist nun kaum noch von einem Husarenritt der Wittener in Niederbayern zu rechnen.

Abensberg? Dieses nette Fleckchen tief unten in der Republik ist immer eine Reise wert - wenn es nicht darum ginge, dort sportliche Erfolge landen zu wollen. „Der TSV ist ein einzigartiger Club, das Dorf ist super und das Weizenbier da unten sensationell“, sagt Annens Trainer Andreas Reeh mit einem breiten Grinsen - schließlich habe der Titelverteidiger unweit seiner Halle sogar eine eigene Brauerei. Bevor es am Abend aber zum gemütlichen Teil übergeht, muss erst noch gekämpft werden.

„Wir werden uns da ganz sicher nicht verstecken - aber wir wissen natürlich auch, dass unsere Erfolgschancen eher gering sind“, sagt SUA-Eigengewächs Stefan Oldenburg. Gemeinsam mit Benjamin Behrla wird er ab der kommenden Saison das Coaching bei den Annenern übernehmen - ergänzt durch den Niederländer Robby van Laarhoven. Deshalb reist Letzterer am Samstag auch (als einziger SUA-Ausländer) mit zum zweiten Viertelfinal-Duell.

„So, wie es aussieht, werden die Abensberger gegen uns durchweg deutsche Judoka einsetzen“, sagt der scheidende Trainer Andreas Reeh. Was die Aufgabe für sein Team kaum leichter macht, denn auf Seiten des frischgebackenen Europacup-Gewinners stehen mit Andreas Tölzer und Dimitri Peters zwei Medaillen-Gewinner (jeweils Bronze) von Olympia in London, zudem verkörpern Sven Maresch, Christopher Völk, Sebastian Seidl und Fabian Seidlmeier so viel Klasse, dass auch ohne Unterstützung von „Legionären“ ein Sieg gegen die SU Annen programmgemäß wäre. „Am liebsten würde ich ja erst Ende November nach Abensberg fahren - zur Bundesliga-Endrunde“, sagt Stefan Oldenburg. Dafür allerdings hätten die Wittener in der Vorrunde besser abschneiden müssen denn als Nord-Vierter.

Mit André Breitbarth (U23-EM-Vorbereitung) fehlt am Samstag ein wichtiger Punktesammler bei der SUA, der Einsatz von Benjamin Behrla wegen seiner Finger-Verletzung aus dem Hinkampf gegen Andreas Tölzer ist mehr als unwahrscheinlich. „Trotzdem wollen wir mehr als einen Punkt holen“, sagt Andreas Reeh, der sich auf einen schönen Abschluss freut.

 
 

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