Abschluss einer turbulenten Saison

Witten..  Ausgerechnet aufs Pfingstwochenende hat der Deutsche Tanzsport-Verband (DTV) die Aufstiegsturniere zur 2. Bundesliga gelegt. Doch wenn dem Lateinteam des Ruhrtanzclubs Witten am Samstagabend (ab 19.30 Uhr) im baden-württembergischen Bietigheim der erhoffte Sprung in die nationale Zweitklassigkeit gelingen sollte, wird den Aktiven die Terminierung auch herzlich egal sein.

„Wir machen wirklich alles möglich, damit wir dort hinfahren und erfolgreich sein können“, unterstreicht Trainerin Marion Kegenhoff vorab noch einmal die Ambitionen der RTC-Lateiner. Insgesamt sechs Mannschaften werden am Samstagabend um den Aufstieg in die zweite Liga wetteifern. Neben den Wittenern sind dies der Gewinner der West-Staffel, der TTC Rot-Weiß-Silber Bochum, sowie Gastgeber TSG Bietigheim, die TSG Badenia Weinheim (beide Staffel Süd) sowie das D-Team des Grün-Gold-Clubs Bremen und das Team Ars Nova aus Verden (Nord-Staffel).

Mit den speziellen Qualitäten der einzelnen Kontrahenten hat sich RTC-Trainerin Marion Kegenhoff vorab nicht näher auseinandergesetzt. „Ich werde ja am Samstag sehen, was sie können. Außerdem haben wir mit unserem eigenen Team genug zu tun.“ Seit dem letzten Regionalliga-Turnier in Mülheim hat sich einiges getan bei den Wittenern - „wir standen da zwischenzeitlich vor einem riesigen Problem“, wie die Trainerin versichert. Dass Nils Binder beim Aufstiegsturnier nicht dabei sein würde, war vorab schon klar. Dann aber musste plötzlich auch ein Ersatz für Routinier Jan-Marc Henke her - der Archäologe konnte ein kurzfristiges Angebot aus Griechenland nicht ausschlagen. „Zum Glück haben wir noch jemanden gefunden, den wir kurzfristig einbinden konnten“, so Kegenhoff. Von der FG Borken/Wesel wechselte Mateusz Mroz, auch schon mit Bundesliga-Erfahrung beim TSZ Velbert, nach Witten. „Er hat das alles wirklich schnell gelernt und wird an der Seite von Karolina Tamuleviciute tanzen, die er schon aus seiner Velberter Zeit kennt“, atmete die RTC-Trainerin auf.

Klose wieder als Aktiver gefragt

„Aufstiegsturniere haben ja immer ihre eigenen Gesetze“, sagt auch Vereinsvorsitzender Peter Hartmann, der dem Team durchaus zutraut, einen der beiden Aufstiegsplätze zu belegen. „Wir haben eine sehr erfahrene Mannschaft, die viel tänzerische Qualität mitbringt“, so Hartmann weiter. In den vergangenen Wochen haben die Wittener Lateiner ihr Trainingspensum erhöht, haben sich in drei intensiven Einheiten pro Woche vor allem noch ein paar Prozente auf die vorhandenen Konditionswerte draufgepackt. „Wichtig ist, dass wir am Ende mit unserer eigenen Leistung zufrieden sein können“, sagt Marion Kegenhoff, deren Trainerkollege Martin Klose in Bietigheim wieder als aktiver Tänzer gefordert ist und die vorderste Position an der Seite von Saskia Graß bekleiden wird. „Das war bislang wirklich schon eine turbulente Saison“, sagt Kegenhoff - vielleicht gibt’s ja ein Happy End.

 

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