19:0 - TSV bricht Vereinsrekord

Siebenfacher Torschütze für den Türkischen SV war am Sonntag Halil Krasniki
Siebenfacher Torschütze für den Türkischen SV war am Sonntag Halil Krasniki
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler
Schlusslicht TuS Hattingen III ist dem Türkischen SV nicht gewachsen. Kantersieg soll neuen Schwung bringen. Auch Herbede III gewinnt

Witten..  Wirklich viel Positives konnte der Türkische SV dieser B-Kreisliga-Spielzeit bislang ja noch nicht abgewinnen. Neuen Schwung dürfte nun der 19:0 (8:0)-Erfolg vom Wochenende bringen, hofft zumindest Trainer David Ebner. Beim ungewöhnlich hohen Sieg über das Schlusslicht TuS Hattingen III ließ der TSV zu keinem Zeitpunkt locker. Halil Krasniki erzielte allein sieben Treffer. „Sicher hat es jedem Spaß gemacht, aber wir werden das jetzt nicht überbewerten“, versicherte Ebner, der selbst eine Halbzeit lang auf dem Platz stand.

Deutlich gewann auch der SV Herbede III, dessen Gäste aus Bochum-Kaltehardt allerdings die Partie beim Stand von 6:0 abbrachen. Ansonsten gingen die übrigen Wittener Teams am Wochenende leer aus. Mit einer Ausnahme: Hevens Drittvertretung kämpfte sich nach einem 1:3-Rückstand gegen den CF Kurdistan Bochum noch einmal zurück. Heraus kam ein 3:3-Remis.

Die Spiele im Überblick:

SuS Wilhelmshöhe - VfB Annen II 5:0 (3:0) Torfolge: 1:0 (5.), 2:0 (25.), 3:0 (37.), 4:0 (62.), 5:0 (78.).

Die VfB-Reserve präsentierte sich in Wilhelmshöhe wie ausgewechselt, zeigte zu Beginn keine Laufbereitschaft und lag nach 36 Minuten bereits mit 0:3 zurück. „Ich war natürlich überhaupt nicht zufrieden, wie wir in dieses Spiel ‘reingegangen sind“, zürnte Trainer Andreas Gräber. Zur zweiten Halbzeit bauten die Annener aber schon deutlich mehr Druck auf und erhielten die entsprechenden Torchancen: Erst traf Bastian Bankwitz jedoch die falsche Entscheidung (50.), dann scheiterte Danny Krajewski kurz darauf im Duell mit dem Bochumer Schlussmann. „Schade, dass wir uns da nicht belohnt haben“, haderte Gräber. Denn die Gastgeber nutzten ihre Gelegenheiten nun besser und konterten zum 5:0-Endstand. Mit Blick auf das kommende Aufeinandertreffen mit Spitzenreiter Werne (Bommern pausierte) müsse seine Mannschaft nun unter der Woche „ordentlich arbeiten“, so Gräber.

TuS Heven III - CF Kurdistan BO 3:3 (1:1) Torfolge: 0:1 (10.), 1:1 Reis (40.), 1:2 (60.), 1:3 (61.), 2:3 Friedrich (75.), 3:3 Helleberg (90.+4).

Nach einem 1:3-Rückstand erkämpfte sich Hevens Drittvertretung am Sonntag noch ein Unentschieden. In einem ausgeglichenen ersten Durchgang hatte der TuS wegen eines Abwehrfehlers früh zurückgelegen (10.), vor der Pause aber noch den Ausgleich durch Lars Reis bejubeln dürfen. Mit dem Wiederanpfiff waren die Vorsätze für die zweiten 45 Minuten schnell vergessen, als der CF Kurdistan Bochum per Doppelschlag auf 3:1 davonzog. „Da hatten wir keinen Zugriff im Mittelfeld“, monierte Coach Frank Röber, dessen Team dann allerdings nicht aufsteckte und dank Andreas Friedrichs Treffer zum 2:3 (75.) neues Selbstvertrauen gewann. Das lang ersehnte dritte Hevener Tor fiel schließlich erst in der 94. Minute und war eine Sache für Benjamin Helleberg, der auf Zuspiel vom 2:3-Schützen Friedrich aus 16 Metern abzog.

SF Schnee - SV Langendreer 04 II 0:3 (0:2) Torfolge: 0:1 (13.), 0:2 (18.), 0:3 (55.).

Schnees Trainer Kris Katzmarek war am Sonntag ziemlich überrascht ob des schwachen Auftritts seiner Sportfreunde, hatten die vergangenen beiden Wochen doch noch ganz andere Tendenzen erkennen lassen. „Das war einfach nur schlimm anzusehen, niemand hat ansatzweise sein Können abgerufen.“ Folglich gingen der direkte Ligakonkurrent aus Langendreer verdient in Führung (13.) und erhöhte bis zur 55. Minute auf 3:0. Auch nach dem letzten Bochumer Treffer zeigte sich bei den Schneern keine große Besserung, entsprechend setzte es Saisonpleite Nummer sechs. Nächste Woche wartet mit Langendreerholz jetzt der nächste Tabellennachbar, gegen den Katzmarek eine deutliche Reaktion seiner Elf erwartet.

BV Langendreer 07 II - Portugiesischer SV 3:0 (1:0) Torfolge: 1:0 (16.), 2:0 (50.), 3:0 (83.).

Auch für den Portugiesischen SV setzte es eine berechtigte 0:3-Niederlage. „Der Gegner war schlichtweg besser, ist mehr gelaufen und war eben galliger“, gestand Trainer Pedro Pina. Aufgrund eines unglücklichen Ballverlustes lag dessen PSV früh zurück (16.) und brachte es lange Zeit über zu nicht einer einzigen gefährlichen Strafraumszene. Nach dem 0:2 (50.) versuchten es die Wittener zwar noch einmal mit neuem Offensivdrang, einem eigenen Treffer kam die Pina-Elf damit aber auch nicht näher. Stattdessen legte die Reserve des BV Langendreer in der Schlussphase noch das 3:0 nach.

SV Herbede III - TuS Kaltehardt II 6:0 Abbr. Torfolge: 1:0 Schwarz (4.), 2:0 Berger (6.), 3:0 Krepstakies (23.), 4:0 Breitbarth (34., FE), 5:0 Berger (40.), 6:0 Breitbarth (45.).

Herbedes dritter Mannschaft schien die Bedeutung der Partie gegen den Tabellenvorletzten eindeutig bewusst gewesen zu sein. Die Mannschaft von Trainer Björn Brose schnürte Kaltehardt von der ersten Minute an ein und lag nach Treffern von Lukas Schwarz und Marcel Berger gleich mit 2:0 (6.). in Führung. Auch danach gingen die Hausherren konzentriert zu Werke, Luka Krepstakies legte nach, woraufhin Nico Breitbarth (2) und Berger bis auf 6:0 erhöhten. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste aus Bochum dann offenbar genug, wegen mehrerer Verletzungen entschied sich die Kaltehardter Reserve zum Abbruch des Spiels. „Ich fand das etwas schade, weil wir gerade so gut drauf waren. Aber wir wollen uns nicht beschweren“, sagte Brose.

Türkischer SV - TuS Hattingen III 19:0 (8:0) Tore: Krasniki (7), Kirdar (4), Kücük (4), Cifci (2), Tekin (1), Gülsever (1).

Den torreichsten Erfolg in der Vereinsgeschichte des TSV konnte die B-Liga-Mannschaft am Sonntag gut einordnen. „Jeder Spieler weiß, dass so etwas eine einmalige Sache ist. Sicher hat es jedem Spaß gemacht, aber wir werden das jetzt nicht überbewerten“, versicherte Coach David Ebner, der am Sonntag selbst eine Halbzeit lang auf dem Platz stand. Gegen den Tabellenletzten aus Hattingen erspielte sich der Türkische SV eine 8:0-Pausenführung und hielt das Tempo anschließend hoch – somit erklärte sich der ungewöhnliche 19:0-Sieg. Halil Krasniki stach dabei mit sieben Toren hervor, Celil Kirdar und Ahmet Kücük brachten es auf jeweils vier, und die übrigen Treffer teilten sich Fatih Cifci (2), Sezer Tekin und Serkan Gülsever. „Diesen Schwung müssen wir jetzt mitnehmen“, fordert Ebner. Nach dem TuS Kaltehardt II warten nämlich der Portugiesische SV und der SV Bommern II.

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