Youngster trotzen der Hitze beim Citylauf am besten

Peng! Von den 1603 Startern in Hamminkeln wagten sich zahlreiche Läufer an die zehn Kilometer. Einige stiegen gesundheitlich bedingt vernünftigerweise aus, 366 erreichten das Ziel.
Peng! Von den 1603 Startern in Hamminkeln wagten sich zahlreiche Läufer an die zehn Kilometer. Einige stiegen gesundheitlich bedingt vernünftigerweise aus, 366 erreichten das Ziel.
Foto: FUNKE Foto Services
  • Die hohen Temperaturen machten den Startern beim Hamminkelner Citylauf schon zu schaffen
  • Bei den Männern landete ein 25-Jähriger auf Platz eins, bei den Frauen siegte eine 19-Jährige
  • Mit 1603 Teilnehmern verzeichnete der ausrichtende Hamminkelner SV einen neuen Rekord

Hamminkeln..  Die jüngere Generation kam am besten zurecht mit den hohen Temperaturen, die den Startern über die diversen Distanzen beim 38. Hamminkelner Citylauf doch zu schaffen machten. Den Sieg im Zehn-Kilometer-Hauptlauf sicherte sich der 25-jährige Jan Hense (32:33 Minuten/TV Wattenscheid). Bei den Damen fing die erst 19-jährige Dioni Gorla (41:40/ART Düsseldorf) die lange führende Vorjahressiegerin und Lokalmatadorin Kirsten de Baey (42:28) noch ab.

Anstatt nach dem Ziel unter die Dusche oder zum Getränkestand zu laufen, wartete Hense auf seine Verfolger. „Das gehört sich einfach so“, sagte der Gewinner, der in Hamminkeln vor zwei Jahren über fünf Kilometer mit 15:35 Minuten einen Streckenrekord aufstellte. „Über zehn Kilometer war heute nicht mehr drin“, so der Mann, der diese Distanz auch schon in 31:11 Minuten absolvierte. „Die zweite Hälfte war bei diesen Temperaturen und dem Gegenwind schon hart.“

Für Gorla und ihren Freund Nikki Johnstone (33:50), der Zweiter bei den Männern wurde, war es der erste Start in Hamminkeln. „Tolle Stimmung, tolle Moderation“, freuten sie sich unisono. Nur beim Lauf trennen sich ihre Wege immer recht schnell. „Da kann ich nicht mithalten“, so die 19-Jährige, die Marathon-Spezialistin werden möchte.

Laufen allein ist auch nicht mehr bevorzugtes Hobby von Kirsten de Baey, die lieber Triathlons bestreitet und sich derzeit auf die Mitteldistanz am kommenden Wochenende in Köln vorbereitet. „Ich habe drei harte Trainingswochenenden hinter mir und Hamminkeln sollte ein schneller Trainingslauf sein“, so die 26-Jährige. „Unter 40 Minuten sind bei mir im Moment nicht drin, schon gar nicht bei dem Wetter. Der Wind war eher ein Föhn von vorne.“

Ein Foto von seinem Gast wollte Hamminkelns langjähriger erster Bürger Holger Schlierf machen, doch Chris Lines war zumindest nach Runde eins zu schnell vorbei. Der Bürgermeister der Hamminkelner Partnerstadt Sedgefield war mit seinem Sohn Ciaran und sieben weiteren Gästen aus England zu Besuch am Niederrhein und beim Citylauf auch am Start.

Bier und Pizza bremsen

„Sie haben offensichtlich versucht, uns langsamer zu machen, damit wir ihre Läufer nicht schlagen“, lachte Chris Lines, rückblickend auf den Samstagabend mit Bier und Pizza. „Aber es war sehr lecker. Überhaupt möchten wir uns bei allen, die uns hier so freundlich aufgenommen haben, herzlich bedanken. Wir werden uns revanchieren“, so der ehrenamtliche „Mayor“ von Sedgefield, der bei den „Harriers“ zu einer großen Laufgemeinschaft in seiner Heimat gehört und in Hamminkeln nach 40:05 Minuten 16. (2./M 45) wurde. „Gerade nach den jüngsten Entwicklungen in England finde ich diese Städte-Partnerschaft, die aus Freundschaft und nicht politisch motiviert entstanden ist, sehr wichtig“, so Lines. Auch Schlierf betonte: „In den 14 Jahren meiner Amtszeit sind viele Freundschaften entstanden.“ Diese übrigens standesgemäß in einem englischen Pub.

Zufrieden war Chef-Organisator Thomas Wingerath, nicht nur wegen des neuen Teilnehmerrekords von 1603 Startern. „Unsere Maßnahmen, den Rathaus-Vorplatz zu entzerren, haben super funktioniert. Eigentlich gab es von allen Seiten nur Lob“, so der Ausdauer-Spezialist des gastgebenden Hamminkelner SV, der mit seinem Helfer-Team in der Nacht vor dem Lauf noch wegfliegende Zelte einfangen musste. Auf der Strecke hatte der HSV für ausreichend Wasserstände und Abkühlung gesorgt. „Es war auch ein tolles Bild, wie die Kinder vor der Volksbank immer gemeinsam zu ihren Läufen abgeholt wurden“, freute sich Wingerath.

Die 5000 Meter bei den Frauen gewann Lina Killisch (20:25/TuS Drevenack) vor HSV-Starterin Carolin Faßbender (21:12). Bei den 1000 Metern kamen mit Lina Stegemann (3:42) und Zenar Cakar (3:27/beide U14 - U16) sowie Mika Franze (3:35/U10 - U12) gleich drei Sieger aus der Gastgeber-Stadt.

 
 

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