WTV richtet erstmals Winterpokal aus

Das Winterturnen beim Weseler TV, wo es für die Turnerinnen „nur“ darum ging, zwanglos einem größeren Publikum ihr Können zu präsentieren, wird durch den am Samstag debütierenden 1. Weseler Winterpokal ersetzt.
Das Winterturnen beim Weseler TV, wo es für die Turnerinnen „nur“ darum ging, zwanglos einem größeren Publikum ihr Können zu präsentieren, wird durch den am Samstag debütierenden 1. Weseler Winterpokal ersetzt.
Foto: WAZ FotoPool

Wesel..  Neuland betritt die Turnabteilung des Weseler TV, wenn sie am Samstag in der Halle Nord ab 10 Uhr den ersten Weseler Winterpokal ausrichtet. Entstanden aus der langjährigen Tradition des nun damit ersetzten Winterturnens, geht es diesmal bei den Rot-Weißen um Punkte, Medaillen und Pokale.

„Ein wenig mulmig war uns schon während der Anmeldephase. Aber letztlich sind wir unter diesen Umständen mit 50 Teilnehmern für den Anfang zufrieden“, erläutert Silvia Biallaß-Lange. „Auch Tradition lebt von Veränderung.“

Mit „Umständen“ meint die Turn-Trainerin des WTV die Tatsache, dass viele Vereine im Dezember noch in Liga- und Kürwettkämpfen involviert sind. Zudem müssen sich die Vereine auch auf das spezielle Programm in Wesel einstellen. „Wir haben uns eine neue Mischung aus Pflicht- und Kürwettbewerben überlegt, auf die man sich auch vorbereiten muss. Das ist im Training kaum möglich, wenn man noch Liga- oder Kürwettkämpfe hat“, so Biallaß-Lange, die trotzdem hofft, dass sich die Veranstaltung etablieren wird.

„Viele Vereine haben ihr Interesse bekundet, wenn wir den Termin ändern. Wir werden das Winterturnen 2014 Ende Januar oder Anfang Februar ausrichten. Das würde dem Namen immer noch gerecht werden“, so die WTV-Trainerin, die hofft, über ein „Feature“ besondere Begeisterung bei den Teilnehmerinnen wecken zu können. „Sie dürfen zu ihrer eigenen Musik turnen. Das ist natürlich gegenüber der Pflichtmusik gerade für junge Mädchen besonders attraktiv.“

Sommerwettkampf als Qualifikation

Für jede der sechs Jahrgangsstufen durfte jeder Verein höchstens drei Teilnehmerinnen melden. Der Gastgeber stellt 15 der 50 Starterinnen im Alter von acht bis 25 Jahren. „Wir haben für uns die Ergebnisse des Sommerwettkampfes als Maßstab genommen. Das ist fair“, sagt Biallaß-Lange, die verständlicherweise froh ist, nicht selbst über eine subjektive Bewertung und Auswahl Tränen im eigenen Verein schüren zu müssen.

Den Auftakt zu diesem Einladungswettbewerb bildet um 10 Uhr ein gemeinsamer Tanz der rund 120 Kinder und Jugendlichen der WTV-Turnabteilung in der Halle Nord II. Dort startet wenig später auch der Wettkampf. In der Halle Nord I wird anschließend für zwei Stunden eine Bewegungslandschaft eröffnet. Dort stehen für alle Kinder, also auch Nicht-Turnier oder den Nachwuchs der Zuschauer, Mitmach-Aktionen, Tänze und ein Hindernis-Parcours auf dem Programm. Für das leibliche Wohl sorgt die Cafeteria, auch der Nikolaus holt noch einmal den Mantel aus dem Schrank.

„Unsere Kinder aus der Abteilung können sich aussuchen, ob sie beim Wettkampf zugucken oder in der Halle I Spaß haben wollen“, so Silvia Biallaß-Lange, die natürlich hofft, über das zusätzliche Bewegungsangebot das ein oder andere neue Mitglied für die Turnabteilung des WTV gewinnen zu können. Vielleicht geht es ja schon ein Jahr später dann in Halle II.

 
 

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