SV Bislich liegt mit Steffen Herden mental wieder auf Kurs

Gewohnt engagiert an der Seitenlinie: Steffen Herden gelang beim SV Bislich ein Einstand nach Maß. Wichtiger als der Sieg war dem Coach allerdings, dass die Kicker wieder „füreinander arbeiten“.
Gewohnt engagiert an der Seitenlinie: Steffen Herden gelang beim SV Bislich ein Einstand nach Maß. Wichtiger als der Sieg war dem Coach allerdings, dass die Kicker wieder „füreinander arbeiten“.
Foto: Gerd Hermann
  • Erstes Spiel, direkt der erste Sieg – ein gelungener Einstand für Steffen Herden beim SV Bislich
  • Dabei spielt für den neuen (alten) Trainer das Ergebnis eine eher untergeordnete Rolle
  • Den Teamgeist hat der Nachfolger von Dennis Lindemann beim Fußball-Bezirksligisten neu belebt

Wesel.  Steffen Herden verfällt nicht in Euphorie, dies würde seinem Naturell widersprechen. Der neue (alte) Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Bislich bleibt auch nach dem Einstand nach Maß – dem 3:2-Heimsieg gegen GSV Geldern – eher vorsichtig und abwartend. „Die richtigen Prüfungen kommen erst noch, wenn es mal nicht läuft“, sagt der 49-Jährige. Natürlich stellt Herden als Nachfolger von Dennis Lindemann und nach knapp zweiwöchiger Tätigkeit die positiven Aspekte in den Vordergrund. „Zumindest mental haben wir recht schnell die Kurve bekommen“, freut sich der neue Coach.

Die Partie gegen Geldern diente in der Hinsicht als bester Beweis für die These Herdens. Nach wenigen Sekunden lagen seine Kicker zurück, kurz nach der Halbzeit wurden sie mit dem 1:2 erneut kalt erwischt. Zwei Rückschläge, die zuvor im Negativtrend befindliche Mannschaften schon mal endgültig aus der Bahn werfen

Ergebnis spielt für den Trainer eine untergeordnete Rolle

Zumal auch noch die Fitness nicht wirklich stimmt, die Kraft bei etlichen Akteuren nicht für 90 Minuten reicht. „Die Mannschaft war abgekämpft, richtig platt. Dann ist es ganz wichtig, dass die Spieler vom Kopf her bereit sind, an die Grenze und darüber hinaus zu gehen“, verdeutlicht Herden.

Gegen Geldern war dies der Fall, sogar noch mit einem kaum für möglich gehaltenen Happy End. „Vom Spielverlauf wäre ein 2:2 gerecht gewesen, das 3:2 war Glück“, räumt auch Steffen Herden ein. Das Ergebnis spielt für den 49-Jährigen zum Start seiner vierten Trainer-Amtszeit beim SV Bislich sowieso eine untergeordnete Rolle. Sein Fokus lag in anderen Bereichen. „Die Jungs sollten füreinander arbeiten und selbst bei einer Niederlage mit erhobenen Köpfen vom Feld gehen können.“

Steffen Herden rechnet auch mit Rückschlägen innerhalb des Teams

Dabei ist es für Steffen Herden kein großes Geheimnis, wie er den Teamgeist wieder hat aufleben lassen. „Jeder Spieler hat bei mir bei Null angefangen, die ganzen Altlasten sind erst einmal weg“, erzählt der Übungsleiter. Die unterschiedlichen Charaktere in der Mannschaft sieht er auch als Bereicherung an. Dass das Bezirksliga-Team mit seinem Amtsantritt nun plötzlich zu einer verschworenen Einheit bis zum Saisonende wird, dies glaubt Steffen Herden nicht. „Es wird auch mal Rückschläge innerhalb der Mannschaft geben. Dann kommt der Prozess auf den Prüfstand“, meint der neue Bislicher Trainer.

Die von Herden verordnete etwas defensivere Taktik hat ihren ersten Härtetest auf jeden Fall schon mal bestanden. An der Fitness wird er bis zur Winterpause nicht viel verbessern können, zumal aufgrund von Verletzungen und Krankheit auch bei ihm nur zwischen fünf und elf Kicker bei den Einheiten sind. „Die Zahl kann sich nicht drastisch erhöhen, wir müssen uns bis zur Pause durchhangeln“, so Herden. Zumindest bei Tobias Wissing und Matthias Hußmann hat er die Hoffnung, dass sie dieses Jahr noch mal in einem Pflichtspiel auflaufen.

>> SV BISLICH SAGT POKALSPIEL BEIM VFL RHEDE AB

Die zweite Pokalrunde auf Kreisebene spielt für den SV Bislich keine Rolle. Der Bezirksligist verzichtet auf die für den morgigen Mittwoch angesetzte Begegnung beim Landesligisten VfL Rhede. „Die personelle Situation ist einfach zu angespannt, wir schaffen das nicht“, sagt Trainer Steffen Herden. Außerdem besitzt für den Aufsteiger der Bezirksliga-Abstiegskampf Priorität.

 
 

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