Steffen Herden feiert beim SV Bislich erfolgreiches Comeback

Der quirlige Bislicher Angreifer Hasan Hamzaoglu (r.)markierte in der zehnten Minute mit einem Dribbling das Tor zum 1:1.
Der quirlige Bislicher Angreifer Hasan Hamzaoglu (r.)markierte in der zehnten Minute mit einem Dribbling das Tor zum 1:1.
Foto: Gerd Hermann
Das erste Spiel unter Trainer Steffen Herden endete für den Fußball-Bezirksligisten SV Bislich mit einem 3:2-Sieg. Der Dank der Kicker galt ihm.

Wesel.  Grenzenloser Jubel nach dem Schlusspfiff beim SV Bislich: Der Fußball-Bezirksligist feierte unter dem neuen Coach Steffen Herden im Heimspiel gegen den GSV 09/34 Geldern einen 3:2 (1:1)- Heimsieg. Bislichs Verteidiger Sebastian Weinkath markierte in der dritten Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer für den Neuling, der damit wichtige Punkte im Abstiegskampf sammelte.

Unmittelbar nach dem Tor stürmten die Kicker des SVB inklusive der Reservespieler auf ihren neuen Trainer Herden zu und begruben ihn unter einer Jubeltraube. Bereits nach zwei Wochen scheint der Übungsleiter in der Mannschaft angekommen zu sein. „Das hat mich natürlich sehr gefreut, dass die Spieler direkt zu mir gelaufen sind“, gab Herden zu.

Steffen Herden hätte auch mit Remis leben können

Seine Schützlinge verbesserten sich mit dem Heimerfolg in der Tabelle auf den Relegationsplatz 15. Das war Steffen Herden nach dem Abpfiff erst einmal egal, sogar das Ergebnis spielte für ihn seiner Aussage nach eine untergeordnete Rolle. „Mir war wichtig, dass die Einstellung und der Einsatz der Mannschaft stimmen und dass sie sich vernünftig präsentiert. Ich hab ihr Mut zugesprochen, dass sie sich aus dem Loch nur selbst herausholen kann. Da hätte ich auch mit einem Remis leben können“, so Herden.

Doch im Vergleich zu den vergangenen Wochen zog das Team gemeinsam an einem Strang, trotz der großen personellen Probleme. „Die Jungs haben gespürt, dass sie sich auf den anderen verlassen können. Dieser Sieg könnte ein gutes Fundament für die kommenden Wochen sein“, sagte Herden.

Gäste aus Geldern gehen nach zehn Sekunden in Führung

Dabei sah es zu Beginn der Partie nicht so aus, als würde der SVB-Coach ein gelungenes Comeback feiern können. Bereits nach zehn Sekunden traf Skerdilaid Haxhimusma nach einer sehenswerten Ballstafette zum 1:0 für den Gast. Doch der SVB berappelte sich schnell und bewegte sich mit dem Gegner über weite Strecken der Partie auf Augenhöhe. Hasan Hamzaoglu markierte in der zehnten Minute nach einem Dribbling das 1:1.

Nach dem Wechsel ging Geldern durch ein Kopfballtor von Torjäger Christian Voicu erneut in Front (49.). Der SVB bewies aber im Gegensatz zu vielen Auftritten bisher Kämpferherz und Leidenschaft und stemmte sich gegen die drohende Niederlage. Marvin Prietzel verwandelte einen Elfmeter – dem Gäste-Kicker Ümit Ezer war der Ball unglücklich an die Hand gesprungen – zum erneuten Ausgleich (65.),

Sebastian Weinkath trifft in der Nachspielzeit zum Sieg

In der Schlussphase wirkte der SVB müde und abgekämpft und hatte bei zwei Chancen des Gegners Glück (67./78.), nicht erneut in Rückstand zu geraten. Der Neuling hatte in der Nachspielzeit dann das Quäntchen Glück auf seiner Seite. Weinkath wuchtete einen Freistoß von Marvin Prietzel zum Siegtreffer ins Tor. Kurz zuvor hatte Gäste-Kicker Mergim Rustemi wegen Meckerns die Rote Karte gesehen.

SVB: Scholten; Weinkath, T. Pöpperling, Kodak, Pabel (87. Brüske), Gerwers, I. Hamzaoglu, Beenen (82. Twiehaus), Sprenger, Prietzel, H. Hamzaoglu.

 
 

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