Lauffieber packt Ex-Kicker Marcel Kirsch in Flüren

Stephan Giesen
Dichtes Gedränge beim Start: Der Hauptlauf über 21,1 Kilometer war mit insgesamt 251 Teilnehmern wieder bestens besucht. „Das optimale Laufwetter hat uns in die Karten gespielt“, sagte Wolfgang Heyden, Leichtathletik-Abteilungsleiter des Ausrichters GW Flüren.
Dichtes Gedränge beim Start: Der Hauptlauf über 21,1 Kilometer war mit insgesamt 251 Teilnehmern wieder bestens besucht. „Das optimale Laufwetter hat uns in die Karten gespielt“, sagte Wolfgang Heyden, Leichtathletik-Abteilungsleiter des Ausrichters GW Flüren.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Zum 40. Mal hatte GW Flüren zu seinem Halbmarathon eingeladen. Gekommen waren unter anderem die Triathletin Mareen Hufe und Ex-Kicker Marcel Kirsch.

Wesel.  Marcel Kirsch steckt sich ein ambitioniertes Ziel: Der langjährige Verteidiger des PSV Lackhausen, der seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt hat, will am 25. September den Berlin-Marathon absolvieren. Der 34-Jährige schnürt allerdings erst seit einem halben Jahr die Laufschuhe. Bei der 40. Auflage des Halbmarathons, den GW Flüren gestern organisierte, kam Kirsch in 1:42,33 Stunden ins Ziel. Sieger des Hauptlaufs über die 21,1 Kilometer wurde Christoph Verhalen vom TuS Xanten in 1:13,03 Stunden.

Vor rund 18 Monaten gab Kirsch das Amt des Co-Trainers beim PSV, das er dort nach seiner aktiven Karriere ausgeübt hatte, aus beruflichen Gründen ab. „Jetzt habe ich das Laufen für mich entdeckt. Dafür finde ich etwas Zeit und es ist eine neue Herausforderung“, sagte Kirsch. Sein großes Ziel lautet Berlin-Marathon. Diese Distanz hat er bislang zwar noch nie ausprobiert. „Ich bin aber zuversichtlich, dass ich das schaffe, weil ich mich körperlich fit fühle“, meinte der 34-Jährige.

Kirsch lobte den Veranstalter, der den Halbmarathon gewohnt souverän organisierte. „Das ist ein schöner Lauf. Ich werde zukünftig Stammbesucher“, sagte er. Werner Kamps ist fast jedes Jahr dabei. Der Langstreckler des Hamminkelner SV hätte die 40. Auflage aber beinahe sausen lassen müssen.

„Meine Achillessehne im rechten Fuß ist gereizt, daher war für mich die Zeit zweitrangig. Ich habe wegen der Verletzung Trainingsrückstand. Aber Hauptsache ich konnte bei diesem Bilderbuchwetter dabei sein“, so Kamps, der in 1:25,20 Stunden als Zwölfter ins Ziel kam.

Die Weseler Weltklasse-Triathletin Mareen Hufe verbesserte ihre persönliche Bestzeit über die Halbmarathon-Distanz. Sie überquerte mit ihrer Trainingskollegin Carina Fierek in 1:27,16 Stunden Hand in Hand die Ziellinie – 45 Sekunden schneller als der bisherige Bestwert. „Dieses Ergebnis macht mich zuversichtlich für meine nächsten Rennen“, sagte Hufe. Sie hat die kommende Herausforderung bereits fest im Blick. Am 29. Mai startet Hufe in Brasilien beim Ironman.

Christoph Verhalen, der vor zwei Jahren den Halbmarathon schon einmal gewonnen hatte, lief am Ende ein einsames Rennen an der Spitze. Ab Kilometer zehn setzte sich der 33-Jährige entscheidend von Vorjahressieger Magnus Kreth ab und baute seinen Vorsprung auf rund 20 Sekunden aus. „Ich bin am Limit gelaufen. Auch wenn er immer in Sichtweite war, kam ich nicht mehr an ihn heran“, so der Titelverteidiger vom ASV Duisburg, der in 1:13, 24 Stunden Zweiter wurde. „Ich bin zufrieden mit meinem Ergebnis“, so Verhalen.

Insgesamt gingen bei den unterschiedlichen Läufen 377 Teilnehmer – davon 251 im Halbmarathon - an den Start. „Das ist ein sehr guter Wert für unsere Veranstaltung“, freute sich Leichtathletik-Abteilungsleiter Wolfgang Heyden.