HSG Wesel will in Lobberich ins Pokal-Finale einziehen

Andreas Nohlen
Fehlt beim Pokalspiel in Lobberich: Fabian Gorris.
Fehlt beim Pokalspiel in Lobberich: Fabian Gorris.
Foto: Diana Roos
Beim Oberliga-Kontrahenten TV Lobberich geht es für die Handballer der HSG Wesel am Samstag ab 19.30 Uhr um den Einzug ins Pokal-Finale auf Verbandsebene.

Wesel.  Im vergangenen Jahr war für die HSG Wesel nach einem 21:22 gegen den TSV Aufderhöhe im Halbfinale Endstation. Diesmal möchte das Team von Trainer Sven Esser das Endspiel der Pokalrunde auf Verbandsebene (HVN) erreichen. Gegner des Handball-Oberligisten ist am Samstag (19.30 Uhr) Gastgeber und Ligakonkurrent TV Lobberich. „Der Fokus liegt bei jedem auf der Meisterschaft, auch wir werden personell keine Risiken eingehen“, erläutert Esser. „Trotzdem fahren wir nicht dorthin, um etwas abzuschenken. Das Finale im HVN-Pokal zu erreichen, wäre schon eine tolle Sache.“

Diesen Wettbewerb der acht Kreispokalsieger am Niederrhein hatte vor einem Jahr die SG Langenfeld gewonnen, die nach vier anschließenden Erfolgen auch noch den Deutschen Amateur-Pokal für sich entschied. Das Endspiel fand vor einigen tausend Zuschauern vor dem DHB-Pokal-Finale der Profis in der Arena in Hamburg statt. Als Lohn startete der Drittligist SGL in dieser Spielzeit ebenso wie der damalige Finalgegner HC Glauchau-Meerane im DHB-Pokal.

„Gerade das Spiel in Hamburg war für Langenfeld sicherlich ein Erlebnis. Aber davon brauchen wir jetzt noch nicht zu träumen“, sagt Sven Esser. Wahrscheinlicher Final-Gegner im HVN-Pokal ist wohl Regionalligist HC Bergische Panther, der im zweiten Halbfinale am 21. Oktober beim Oberligisten SG Überruhr antreten muss.

Neben den verletzten Richard Kalus, Daniel und Dominik Weber sowie Oliver Rühl fällt Fabian Gorris privat bedingt aus. Fyn Walla bekommt wegen seiner Knieprobleme eine Pause. „Wir werden eine schlagkräftige Truppe auf dem Feld haben, aber die Spielanteile sicherlich anders verteilen als zuletzt“, so Esser, für den es normal ist, gerade in den Ferien nicht mit bester Besetzung antreten zu können. Der HSG-Trainer weiß, dass diese Probleme auch Lobberich hat. „Sogar noch weitaus größere Verletzungssorgen als wir.“

In der spielfreien Zeit der Oberliga hat die HSG auch in der kommenden Woche keine Pause. In der zweiten Runde des Kreispokals geht es am 22. Oktober (18 Uhr) zum TSV Bocholt. „Diese Spiele sind gut, um im Rhythmus zu bleiben“, sagt Esser, der häufig betont, wie merkwürdig er die Ligaspielpläne im Handball mit den längeren Pause schon kurz nach dem Saisonstart findet.