HSC Berg schreibt Hamminkelner Geschichte

Pure Glückseligkeit: Der HSC Berg konnte es selbst kaum glauben. Die Mannschaft lag sich nach der Schlusssirene minutenlang freudetrunken in den Armen. „Mit dem Triumph haben wir nicht gerechnet. Ich bin mächtig stolz auf das Team“, sagte Trainer Steffen Herden.
Pure Glückseligkeit: Der HSC Berg konnte es selbst kaum glauben. Die Mannschaft lag sich nach der Schlusssirene minutenlang freudetrunken in den Armen. „Mit dem Triumph haben wir nicht gerechnet. Ich bin mächtig stolz auf das Team“, sagte Trainer Steffen Herden.
Foto: Jochen Emde
Fast ein Vierteljahrhundert hat der HSC Berg darauf warten müssen, nun wurde der B-Ligist mal wieder Fußball-Stadtmeister in Hamminkeln.

Hamminkeln.  Der HSC Berg hat seiner jüngsten Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Die Mannschaft von Trainer Steffen Herden gewann gestern völlig überraschend die Hamminkelner Fußball-Stadtmeisterschaft in der Halle am Mumbecker Bach, die von GW Lankern organisiert worden waren. Im Finale gewann der B-Ligist, der erst in dieser Saison den Aufstieg in diese Klasse geschafft hatte, gegen den eine Klasse höher kickenden grün-weißen Ausrichter aus Lankern mit 6:5 (3:3) nach Neunmeterschießen den Titel.

Steffen Herden konnte sein Glück kaum fassen. „Mit diesem Triumph haben wir natürlich nicht gerechnet. Ich bin mächtig stolz auf meine Mannschaft, die sich den Erfolg mit großem Einsatz und Leistung verdient hat. Ich hoffe, dass uns der Pokal Aufwind in der Meisterschaft geben wird“, sagte der HSC-Trainer. Das Team steht als Neuling der B-Liga auf dem zehnten Tabellenplatz.

Das entscheidende Neunmeterschießen beobachtete Herden aus sicherer Entfernung. Der Coach war zum anderen Ende der Halle gewandert und saß auf einer Bank, die Arme verschränkt. Er war aufgewühlt und angespannt, das war ihm anzusehen. Bei jedem Treffer seiner Schützlinge ballte er die Hand zu einer Faust. Als dann Dominik Peters zum Punkt schritt und den entscheidenden Neunmeter verwandelte, gab’s bei Mannschaft und Trainer kein Halten mehr – der erste Stadttitel in der Halle seit 1992!

In der regulären Spielzeit eines hochklassigen und mitreißenden Endspiels konnte kein Sieger ermittelt werden. Patrick Moschner (3.) brachte den Favoriten in Front. Doch Felix Leyking (5.) und Tobias Dickmann (7.) wendeten mit einem Doppelschlag das Blatt. Christian Nehling (8.) traf für GWL zum 2:2. Nach dem Seitenwechsel erhöhte GWL-Kicker Tobias Böing auf 3:2 (15.), ehe erneut Leyking eine Minute vor der Schlusssirene den 3:3-Ausgleich markierte. Für den HSC trafen vom Punkt aus Leyking, Mike Hülsken und Peters. Bei GWL waren nur Böing und Frank Loskamp erfolgreich.

Die Enttäuschung bei den Grün-Weißen war riesengroß. Torhüter Dennis Wanders zertrümmerte eine Flasche Wasser, die er umgehend danach vom Boden aufsammelte. Trainer Ulrich Kley-Steverding, der kommende Saison zum Bezirksligisten Hamminkelner SV wechseln wird, hätte gerne mit einem Triumph seine Abschiedstour gestartet. Daraus wurde nicht. „Es hat nicht sollen sein. Wir haben trotzdem eine sehr erfolgreiche Stadtmeisterschaft gespielt“, sagte der GWL-Coach.

Im Halbfinale besiegte seine Mannschaft, die in der Vorrunde der Gruppe B Siege gegen den HSC (2:1), SV Ringenberg (5:2) und BW Wertherbruch (6:0) gelandet hatte, den VfR Mehrhoog klar mit 5:0. Tobias Romahn (2./19.), Patrick Moschner (9.), Christian Nehling (16.) und Frank Loskamp (20.) erzielten die Treffer. Der HSC war erst nach der Auftaktniederlage gegen GWL erfolgreich. Er holte Siege gegen BWW (5:2) und SVR (5:0)

Im zweiten Spiel der Vorschlussrunde gelang dem HSC ein 2:1 gegen Titelverteidiger BW Dingden. Felix Leyking (13.) und Mike Hülsken (14.) erzielten die Tore für den Außenseiter. Michael Leyking gelang nur der Anschluss (17.) für die Blau-Weißen, die nach Siegen gegen den VfR (3:2), Hamminkelner SV (4:3) und SV Brünen (3:2) Sieger der Gruppe A geworden waren.

Im Spiel um Platz drei, das im Neunmeterschießen ausgetragen wurde, behielt der VfR Mehrhoog gegen BW Dingden mit 4:2 die Oberhand. „Das ist ein tolles Ergebnis für die Jungs“, freute sich VfR-Coach Frank Terhorst. Sein Gegenüber Dirk Juch konnte dem vierten Platz nichts abgewinnen. „Wir wollten den Titel verteidigen. Das ist uns nicht gelungen. Aber das Leben geht weiter“, meinte Juch.

 
 

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