Hansen meldet sich glanzvoll zurück

Auch der Nachwuchs ging in Hamminkeln auf die Strecke: Die Schüler mussten über 1000 Meter ran, die Bambini liefen 400 Meter.
Auch der Nachwuchs ging in Hamminkeln auf die Strecke: Die Schüler mussten über 1000 Meter ran, die Bambini liefen 400 Meter.
Foto: WAZ FotoPool / Gerd Hermann

Hamminkeln..  Jörn Hansen reckte die Faust mehrmals in die Luft. Als der Mann von der LG Alpen auf die Zielgerade einbog, wusste er bereits, dass der Siegerpokal beim 35. Hamminkelner Citylauf ihm gehören wird. Seinen ärgsten Konkurrenten Christoph Verhalen hatte Hansen auf der Schlussrunde distanziert. Eine Zeit von 32:37 Minuten sicherte ihm den ersten Platz im Zehn-Kilometer-Hauptlauf.

Es war bereits Hansens sechster Erfolg in Hamminkeln: Doch der letzte liegt schon Jahre zurück. Zwischen 2000 und 2004 erlief er sich fünf Siege in Serie. „Danach bin ich zwei Mal Vater geworden und habe eine Zeit lang pausiert“, erklärte der 40-Jährige nach dem Rennen. Jetzt ist er wieder zurück auf der Straße – und gibt das Tempo vor. „In der letzte Runde musste ich mich noch mal steigern, sonst wäre es eng geworden“, sagte Hansen, der Hamminkeln zu seinen Lieblingsstrecken zählt. „Hier passt immer alles. Die Atmosphäre und die Organisation sind klasse.“

Und das Wetter passte ihm auch ins Konzept. Im Vorjahr mussten die Läufer noch bei Dauerregen ihre Runden durch Hamminkeln drehen. „Diesmal hatten wir aber ideales Laufwetter“ erklärte Thomas Wingerath, Leichtathletik-Abteilungsleiter beim SV Hamminkeln. Als ihm jemand die Teilnehmerzahl ins Ohr flüsterte, war die Laune noch besser: 1033 Starter standen hinterher in der Statistik. „Damit sind wir absolut im Soll“, betonte Wingerath.

Verhalen lobt den Konkurrenten

Der Leichtathletik-Chef beim HSV machte übrigens keinen Hehl daraus, wem seinen Sympathien gelten. „Jörn Hansen ist der Sieg schon zu gönnen. Ich hatte auch während seiner Pause immer Kontakt zu ihm und freue mich, dass er unser Starterfeld bereichert“, erklärte Wingerath.

Hansen ist scheinbar auch bei seinen Konkurrenten beliebt. Nachdem Christoph Verhalen nach 32:47 Minuten ins Ziel gekommen war, gab er dem Sieger eine freundschaftliche Umarmung. „Jörg ist einfach in Topform. Ich dachte schon, dass er mir auf der Strecke 30 Sekunden abnimmt. Dass es jetzt nur zehn waren, ist für mich super“, sagte Verhalen.

Er ging hinterher glücklich zur Siegerehrung, zumal er den persönlichen Kampf gegen die Uhr gewonnen hatte. Verhalen wollte in diesem Jahr unbedingt noch eine Marke unterbieten. Zwei mal brauchte er für zehn Kilometer exakt 33 Minuten. „Jetzt bin ich endlich mal drunter geblieben“, erklärte der Läufer der LG Alpen.

Im Zielbereich durfte Verhalen noch ein Siegerküsschen verteilen. Freundin Anna-Lena Dahlbeck entschied die Frauen-Konkurrenz für sich. Mit ihrer Zeit von 37:15 Minuten war sie „super zufrieden“. Nur neun Männer waren schneller als die Xantenerin, die für das Bunert Racing Team Kleve startet.

EURE FAVORITEN