Frank Brücker legt bei Gahlen 2015 gelungenen Start hin

Nationales Turnier mit internationalem Flair: Auch der Japaner Tadahiro Hayashi startete in Gahlen.
Nationales Turnier mit internationalem Flair: Auch der Japaner Tadahiro Hayashi startete in Gahlen.
Foto: Matthias Graben

Schermbeck..  Rouge la couleur tänzelte, wollte partout nicht die Auszeichnung über sich ergehen lassen. Auch Reiter Lukas Wilmsen-Himmes (Kranenburg) konnte die Stute nicht dazu bewegen. Die Sieger der ersten Abteilung der Springprüfungen der Klasse M** blieben also ungeehrt, Christiane Rittmann musste sich unverrichteter Dinge den weiteren Platzierten widmen. Beim Zweiten und Lokalmatadoren Jens Hoffrogge sowie Frank Brücker (RFV Jagdfalke Brünen) auf Platz fünf hatte die Vorsitzende des RV Lippe-Bruch Gahlen mehr Glück. Beide nahmen die Gratulation entgegen, freuten sich über den eigenen, gelungenen Auftakt des 21. Springturniers an der Nierleistraße. Die hochkarätig besetzte Veranstaltung wird am heutigen Samstag (ab 8 Uhr) und am Sonntag (ab 10 Uhr) fortgesetzt.

Für Frank Brücker war es ein besonders verheißungsvoller Start in die drei Turnier-Tage. Der Sohn des Jagdfalke-Vorsitzender Ralf Brücker siegte außerdem in einer Springpferdeprüfung der Klasse L, wurde in einer anderen Abteilung des M**-Springens Zweiter und belegte Platz fünf in einer Springpferdeprüfung der Klasse A**. „Das war schon gut bisher“, sagte der 26-Jährige. Dabei hat sich der gelernte Pferdewirt für Gahlen 2015 noch einiges mehr vorgenommen. Erstmals gab Frank Brücker für den Großen Preis am heutigen Samstag (19.30 Uhr), einem S***-Springen mit Stechen, seine Nennung ab.

Ob aus der Anmeldung – insgesamt 50 Nennungen liegen für den Turnier-Höhepunkt vor –, auch ein Start wird, das will Brücker kurzfristig entscheiden. „Ich muss erst einmal sehen, wie mein Pferd so drauf ist“, sagte er. Mit dem 14-jährigen API Largo hofft er auf sein Debüt. Erst seit drei Monaten hat der Brüner den Wallach im Stall stehen und unter Beritt. „Largo besitzt aber schon einige Erfahrungen in Drei-Sterne-Springen, ich dagegen eher weniger“, räumte Frank Brücker ein. Vor Jahren sei er beim Salut-Festival in Aachen einmal eine derart schwere Prüfung gegangen, danach nicht wieder.

Um einige Erfahrungen reicher ist dagegen der Ire Denis Lynch. Der 37-Jährige, der am Neujahrstag noch kurzfristig telefonisch nachmeldete, bedankte sich gestern bei der Gahlener Turnierleiterin für die Flexibilität und kündigte für den Großer Preis volles Risiko an. „Da wird immer angegriffen, nur es klappt leider nicht immer“, meinte der Zweite aus dem Jahr 2013.

Ihm und den anderen Teilnehmern am mit insgesamt 10 000 Euro dotierten Großen Preis wird ein neuer Parcourschef den Weg weisen. Eckhard Hilker, sonst in Gahlen für Planung und Bau des Kurses verantwortlich, weilt privat in Afrika, will aber 2016 wieder mitwirken. So obliegt die Aufgabe für einen anspruchsvollen, aber fairen Parcours diesmal beim Hagener Heinz-Gerd Wörmeyer.

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