Der Ring kehrt in die Niederrheinhalle zurück

Selin Korkmaz (im Hintergrund) wird auch am 18. Oktober in der Niederrheinhalle in den Ring klettern, wenn es nach zwei Jahren wieder gegen eine australische Auswahl geht.
Selin Korkmaz (im Hintergrund) wird auch am 18. Oktober in der Niederrheinhalle in den Ring klettern, wenn es nach zwei Jahren wieder gegen eine australische Auswahl geht.
Foto: WAZ FotoPool
Erstmals seit fast einem Jahrzehnt wird am 18. Oktober wieder in der Niederrheinhalle geboxt. Eine deutsche trifft auf eine australische Auswahl.

Wesel..  Horst Höpken erinnert sich an die alten Zeiten des Boxsports in Wesel. „Früher, da haben wir immer in der Niederrheinhalle gekämpft“, erzählt der Geschäftsführer des Weseler BC (WBC). Doch das ist Vergangenheit, nun geht’s höchstens sporadisch in die größte Weseler Halle. Im Jahr 2006 wurden dort die westdeutschen Meister gesucht, danach herrschte fast ein Jahrzehnt Funkstille in Sachen Boxen. Bis zum 18. Oktober, dann kehren die Faustkämpfer in die Niederrheinhalle zurück. An diesem Tag steigt der Ländervergleich zwischen einer deutschen Auswahl und Australien. Nach 2013 kommt es bereits zum zweiten Mal zu einem Kräftemessen dieser zwei Nationen in der Hansestadt, damals fand es allerdings im Deichhaus auf der Grav-Insel statt.

Diesmal also wieder die Niederrheinhalle, und es besteht auch ein besonderer Anlass. Die Betreiber fragten beim Weseler BC aufgrund des nahenden 60-jährigen Hallen-Bestehens an, ob „wir nicht eine größere Veranstaltung durchführen möchten“, sagt Horst Höpken. Da traf es sich bestens, dass die Australier beim Deutschen Boxsportverband wegen eines erneuten Vergleichs angeklopft hatten. Die Weseler bekamen von dem Anliegen schnell Wind, da der Kontakt mit den Australiern durch den WBC-Vorsitzenden Wolfgang Heyden sowieso noch bestand. Damit war der Grundstein für die Wiederbelebung des Boxsports in der Niederrheinhalle gelegt.

Aufgestellt wird der Boxring in der Mitte der Halle. „Aus früheren Zeiten gibt es in der Hallendecke auch noch eine Extra-Beleuchtung für den Boxring“, weiß Horst Höpken. Drumherum werden dann die Richtertische sowie die Stühle für das Publikum gruppiert. Rund 500 Zuschauer verfolgten vor zwei Jahren im Deichhaus die Auseinandersetzung, am 18. Oktober soll der Zuspruch noch größer sein. „Wir hoffen so auf 1000 Zuschauer“, verrät der WBC-Geschäftsführer. So viele Sitzmöglichkeiten werden allerdings nicht benötigt. „Wenn ich zum Boxen gehen, dann sitze ich nicht, sondern stehe. Und das geht vielen anderen auch so“, sagt Höpken.

Wie schon 2013 werden die Australier wieder in Wesel wohnen. Die 14-köpfige Delegation reist am 16. Oktober an und ist im Hotel „Zur Aue“ untergebracht. Nach dem Auftritt zwei Tage später in Wesel folgen noch Boxkämpfe in Köln (23. Oktober) und Münster (25. Oktober). Vor zwei Jahren hatten die Weseler auch noch eine Absage aus Münster aufgefangen und damit zwei Ländervergleiche organisiert. „Diesmal werden wir aber definitiv nicht noch einmal einspringen“, so Horst Höpken.

Der Geschäftsführer des Weseler BC geht davon aus, dass es am 18. Oktober ab 18 Uhr – das Vorprogramm startet ab 17 Uhr – zehn Kämpfe im Rahmen des Ländervergleichs geben wird. Dabei hat Horst Höpken dem für die Kampfpaarungen zuständigen Bundesnachwuchstrainer Hans Birka seine Wünsche bereits mitgeteilt. „Und meist erfüllt er diese.“ Damit werden Cem und Selin Korkmaz sowie Natalia Pawletko, die ihre Heimat beim WBC haben, nun aber für Münster und Köln boxen, wohl das deutsche Trikot in der Niederrheinhalle tragen.

 
 

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