Coach Frank Frye wirft in Gahlen hin, Vorstand wundert sich

Schluss und vorbei: Frank Frye ist in Gahlen zurückgetreten.
Schluss und vorbei: Frank Frye ist in Gahlen zurückgetreten.
Foto: WAZ FotoPool
Frank Frye ist nicht mehr Trainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Gahlen. Der 52-Jährige warf auch zur Überraschung des Vorstandes das Handtuch.

Schermbeck..  Die Serie von vier 2:3-Niederlagen in Folge war zu viel, außerdem habe er auch so etwas wie Lethargie im Team gespürt: Die Mission von Frank Frye beim Fußball-Bezirksligisten TuS Gahlen ist fünf Spieltage vor dem sowieso vorgesehene Ende schon Geschichte. Der 52-Jährige, der im Sommer zu RW Deuten wechselt, trat zurück. Für den Rest der Spielzeit sieht Fußball-Abteilungsleiter Vincenzo Marrali eine interne Lösung vor, die aber noch nicht festgezurrt ist. Auf jeden Fall werde Björn Bennies, Coach zur kommenden Saison, nicht kurzfristig einspringen.

Mit dem Gedanken eines Rücktritts habe er schon länger gespielt und auch mit dem Vorstand darüber gesprochen, so Frye. „Dann haben die Ergebnisse an mir genagt, außerdem gab es viele Absagen zum Training.“ Die erneute 2:3-Niederlage beim SSV Buer ließen die Überlegungen dann zu einem Entschluss reifen. Fünf Wochen bevor die vierjährige Amtszeit komplett war, warf er das Handtuch. Und dies sei „nicht gegen, sondern für die Mannschaft gewesen“, sagt Frank Frye. Er habe sich überlegt, welcher Impuls noch zu setzen sei. „Vielleicht kann ich den ein oder anderen damit noch mal wecken.“ Denn trotz der zwölf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz bei noch 15 zu vergebenden Punkten warnt Frye: „Man muss mit allem rechnen.“

Eben mit dieser Aktion des Trainers hatte Vincenzo Marrali nicht gerechnet. „Für Vorstand und Mannschaft ist es unverständlich, was er da gemacht hat. Und auch enttäuschend, ich kann das einfach nicht nachvollziehen“, sagt der Fußball-Abteilungsleiter der Gahlener. Schließlich hätten die Spieler und auch die Verantwortlichen dem Coach das Vertrauen ausgesprochen. So kurzfristig eine andere Lösung zu finden, dies sei nicht angenehm. Ein vorzeitiger Amtsantritt von Björn Bennies kommt für ihn auf jeden Fall nicht in Betracht.

Während der Saisonendspurt also noch mit einigen Fragezeichen versehen ist, befinden sich die Planungen für die neue Spielzeit auf einem guten Weg. Mit Dominik Wrobel kommt ein neuer Torhüter vom Bezirksligisten Rhenania Bottrop, den der Schermbecker Keeper Oliver Dirr noch bis vor kurzen trainierte. Ebenfalls aus Bottrop stößt Kevin Wenderdel dazu. Dazu gesellen sich Florian Peschen vom TV Voerde und Anton Kötter von der Reserve des PSV Lackhausen.

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