BW Dingden geht als Titelverteidiger ins Rennen

Die Kicker des SV BW Dingden lösten bei der letzten Auflage der Hamminkelner Hallen-Stadtmeisterschaft den Hamminkelner SV ab.
Die Kicker des SV BW Dingden lösten bei der letzten Auflage der Hamminkelner Hallen-Stadtmeisterschaft den Hamminkelner SV ab.
Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool
Am Sonntag geht es wieder um die Hallen-Stadtmeisterschaft der ersten Haminkelner Fußball-Teams. BW Dingden ist dabei Titelverteidiger.

Hamminkeln..  Das Hamminkelner Sportjahr beginnt mit einer Großveranstaltung. Wie üblich in der Sporthalle am Mumbecker Bach in Dingden wird am Sonntag ab 11 Uhr der nächste Fußball-Stadtmeister unter dem Dach ermittelt. Gastgeber ist der Hamminkelner SV, der im vergangenen Jahr als Titelverteidiger die Meisterschaft dem SV BW Dingden (3:0-Sieg im Finale) überlassen musste.

„Für mich waren es damals die ersten Hamminkelner Stadtmeisterschaften und direkt ein tolles Erlebnis“, erinnert sich BWD-Trainer Dirk Juch. „Wir haben von dort auch Schwung mit in die Saison nehmen können – leider bekanntlich nicht bis zum Ende. Aber wenn ich zu einem Turnier fahre, will ich es natürlich auch gewinnen.“

Gegner des blau-weißen A-Ligisten in der Gruppe B sind der gleichklassige SV Brünen und die B-Ligisten VfR Mehrhoog und BW Wertherbruch. Der Kader des VfR hat sich im Winter noch weiter verkleinert. „Aber für die Hallenturniere haben sich zwölf Leute gemeldet, was ich schon mal sehr positiv finde“, sagt Mehrhoogs Coach Thomas Ridder, dessen Team seit den fünf Siegen in Serie zum Saisonstart auf ein Erfolgserlebnis wartet. Bei den letzten Hallentitelkämpfen gab es für den VfR keinen Zähler. „Das wollen wir natürlich besser machen. Wichtiger ist mir aber, dass unser Kader durch Verletzungen nicht noch kleiner wird.“

In erster Linie fraglich ist beim SV Brünen der Einsatz des Trainers. Steffen Herden hofft aber, seine Magen-Darm-Grippe bis zum Sonntag verabschiedet zu haben. „Wir wollen dort die Vorrunde überstehen. Die älteren Herrschaften aus unserem Kader werden nicht spielen“, so Herden.

Seinen Co-Trainern Heiner Bauhaus und Uli Kasparek die Arbeit überlassen muss in der Gruppe A und vorerst auch auf dem Trainingsplatz Uli Kley-Steverding. Der Coach des A-Ligisten GW Lankern hatte sich noch im alten Jahr bei einer Einheit auf dem Kunstrasen einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen, der noch in der Nacht operiert werden musste. „Im Moment verläuft die Heilung ganz gut. Aber eine echte Prognose kann man noch nicht abgeben“, so Kley-Steverding, in dessen Mannschaft eine als „Team-Building“ gedachte Maßnahme den Kader verkleinert. „Dass die Leute, die nicht spielen können oder sollten, sich zu einem Frühschoppen treffen und nachher zum Zuschauen kommen, wird immer populärer. Immerhin haben wir aber noch neun Leute, die lieber spielen wollen.“

Der HSC Berg war bei der letzten Auflage das große Überraschungsteam und scheiterte nach einem turbulenten Halbfinale mit einigen strittigen Entscheidungen an den Dingdenern. „Ich habe mir in erster Linie vorgenommen, nicht mehr so auszurasten, hoffe aber natürlich, dass es dafür auch keine Gründe mehr gibt“, erinnert sich HSC-Co-Trainer Dennis Ruff nur ungern an das 2:3 gegen BWD. „Wir haben bewiesen, dass wir mithalten können und müssen die Spieler eher bremsen als motivieren, was bei Jungs unter 20 Jahren nicht so einfach ist.“

„Ich hoffe einfach auf ein gutes Turnier – mehr nicht“, sagt Ringenbergs Trainer Nikolay Glouhtchev, der im Winter mit seiner Elf einmal pro Woche in der Schulhalle kickt.

Ein Hallenturnier aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen wird Jörg Gonschior. Zwar überlässt der Trainer des Hamminkelner SV unter dem Dach nicht zum ersten Mal die sportliche Verantwortung seinem Co-Trainer Andreas Burghammer. Doch als Getränke- und Würstchenverkäufer war Gonschior in der Halle am Mumbecker Bach bislang noch nicht tätig. „Als Trainer des Ausrichters gehe ich da gerne mit gutem Beispiel voran. Denn leider ist die Besetzung der Ehrenämter heutzutage scheinbar nicht mehr selbstverständlich“, so der Coach des Bezirksligisten.

Zum Sportlichen meint Gonschior: „In der Halle ist vielleicht nicht alles, aber doch vieles möglich. Alle unsere Gegner spielen in ihren Ligen in der Spitzengruppe mit und dürften dementsprechend selbstbewusst auftreten. Am Ende kann es auf Nuancen ankommen.“

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