BW Dingden bringt Spitzenreiter DSHS Köln ins Wanken

Lena Priebs und BW Dingden boten dem Favoriten aus Köln Paroli.
Lena Priebs und BW Dingden boten dem Favoriten aus Köln Paroli.
Foto: Diana Roos
  • Die Zweitliga-Volleyballerinnen von BW Dingden lieferten dem Spitzenreiter einen großen Kampf
  • In den entscheidenden Phasen hatte der Gast die Nase vorn und setzte sich letztlich mit 3:1 durch
  • Trainer Olaf Betting war aufgrund der starken Leistung aber voll des Lobes für das eigene Team

Hamminkeln.  Der favorisierte Spitzenreiter der 2. Volleyball-Bundesliga der Damen kam am Samstagabend in der Halle am Mumbecker Bach gehörig ins Wanken, fiel aber nicht. Trotz einer bärenstarken Leistung musste sich BW Dingden nach einer dramatischen Partie vor 250 Zuschauern letztlich mit 1:3 (18:25, 25:20, 23:25, 26:28) DSHS Köln geschlagen geben. Trainer Olaf Betting war am Ende der Begegnung sichtlich aufgewühlt und hin- und hergerissen. Sollte er nun der verpassten Chance auf einen Punkt, möglicherweise sogar dem Sieg nachtrauern oder sich über die sehr starke Leistung seines Teams freuen? Schließlich machte er beides: „Schade: Wir hätten heute auf jeden Fall einen Punkt verdient gehabt. Aber ich bin mit der Leistung voll zufrieden.“

Den dritten und vierten Satz hatten die Dingdenerinnen denkbar knapp verloren. Hätten sie auch nur einen davon gewonnen, wäre nach der Regel zumindest ein Zähler für sie dabei herausgesprungen - und für die Gäste aus der Domstadt entsprechend einer weniger. Doch Pech und einige zumindest umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen machten den Traum zunichte.

Beste Samstagabend-Unterhaltung für 250 Zuschauer

Zunächst hatte alles nach dem erwarteten hohen Sieg der Favoritinnen ausgesehen. Mit druckvollen Aufschlägen und einer mehr als beeindruckenden Härte in den Angriffen stand es nach gerade einmal 20 Minuten 25:18 für Köln. Doch vom Publikum angefeuert, spielte sich BWD im zweiten Satz in einen Rausch und glich mit dem 25:20 aus.

Dann gab es für die rund 250 Zuschauer beste Samstagabend-Unterhaltung: Lange Ballwechsel, Kampf um jeden Ball, starke Blockleistungen und Angriffsschläge auf beiden Seiten sorgten für prächtige Stimmung auf den Rängen.

Beim 20:16 für BWD stand das Team von der Deutschen Sporthochschule schon mit dem Rücken zur Wand. Der Spitzenreiter behielt aber die Nerven und sicherte sich mit perfekten Spielzügen zur rechten Zeit noch den Gewinn des dritten Satzes denkbar knapp mit 25:23. Den vierten Durchgang kann man getrost als Kopie des dritten bezeichnen. Immer wieder erarbeitete sich Dingden zwischendurch eine kleine Führung, scheiterte am Ende aber erneut hauchdünn mit 26:28 am Satzausgleich zum 2:2 – was zumindest den erwähnten Punkt bedeutet hätte.

BW Dingden kann mit den Spitzenteams mithalten

Trainer Olaf Betting war bei aller Enttäuschung über den verpassten Zähler stolz auf sein Team: „Wir haben gezeigt, dass wir mit den Spitzenteams mithalten können.“ Keine Frage: Wenn BWD die Leistung auch in den kommenden Partien abrufen kann, dürfte der Abstand zur unteren Tabellenregion nicht schmelzen.

Am kommenden Samstag steht die Partie beim Ex-Bundesligisten VT Hamburg an. Das nächste Heimspiel findet am Samstag, 10. Dezember (19.30 Uhr) gegen SCU Emlichheim statt – vielleicht wieder in Form einer besten Samstagabend-Unterhaltung.

>> KATRIN KAPPMEYER WIRD AUSGEZEICHNET

Wie nach jeder Partie wurden am Samstag die wertvollsten Volleyballerinnen der Teams geehrt. Bei BWD ging die Auszeichnung an Diagonal-Spielerin Katrin Kappmeyer. Sie führt mit fünf Nominierungen die interne Liste an. In der letzten Saison hatte sie es auf 14 Auszeichnungen gebracht.

 
 

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