Bejamin Natusch ist mit seinem ersten Sieg endlich am Ziel

Stephan Giesen
Mit 271 Startern war es eine zufriedenstellende Resonanz für den SV Schermbeck beim 24. Halbmarathon.
Mit 271 Startern war es eine zufriedenstellende Resonanz für den SV Schermbeck beim 24. Halbmarathon.
Foto: WAZ FotoPool

Schermbeck.  Auf diesen besonderen Moment hat Benjamin Natusch lange hingearbeitet. Bislang mischte der Langstreckler des ASV Duisburg bei Wettkämpfen zwar häufig in der Spitzengruppe mit. Für den ganz großen Wurf reichte seine Leistung aber nie. Bis gestern. Denn da triumphierte der 34-Jährige bei der 24. Auflage des Schermbecker Halbmarathons. Er absolvierte die 21,1 Kilometer lange Strecke in 1:19,46 Stunden und überquerte erstmals in seiner Laufbahn als Sieger die Ziellinie.

Dementsprechend groß war seine Freude nach dem Lauf, den die Leichtathletik-Abteilung des SV Schermbeck organisiert hatte. „Ich kann diesen Erfolg noch gar nicht realisieren“, sagte Natusch, der zum ersten Mal in Schermbeck an den Start gegangen war. Die Strecke des Halbmarathons führte größtenteils durch den Dämmerwald. „Das kam mir sehr entgegen. Ich liebe es in der Natur zu laufen.“

Simon Janzen vom LEX Bocholt Running Team erreichte in 1:20,25 Stunden als Zweiter das Ziel. Ab Kilometer fünf war Sieger Natusch, der von Beginn an das Feld anführte, zwar immer in seinem Sichtbereich. „Ich konnte mit seinem Tempo aber nicht mithalten. Das habe ich früh gemerkt. Ich habe dann versucht, meinen zweiten Platz zu sichern“, so Janzen, der ebenfalls seine Premiere beim Schermbecker Halbmarathon feierte. „Die Aussicht war fabelhaft und die Strecke anspruchsvoll“, meinte er.

Über 45 Minuten brauchte Martin Groot Wassink für seine Anreise nach Schermbeck. Der aus Dinxperlo stammende Niederländer wurde in 1:22,17 Stunden Dritter. Er möchte in drei Wochen beim Berlin-Marathon starten. „Das Rennen passte gut in meinen Trainingsplan“, sagte der 38-Jährige. Ihm gefiel die „sehr hügelige Strecke, die sehr anstrengend war“.

Andreas Steinkopf war in 1:27,16 Stunden der schnellste Schermbecker. Dafür gab’s einen Pokal. „Das ist eine schöne Auszeichnung“, freute sich Steinkopf. Es war seit über 20 Jahren seine beste Zeit über diese Distanz. In den vergangenen Monaten hatte er sich mit einer lästigen Verletzung im Bein herumgeplagt. „Ich bin heilfroh, dass ich jetzt wieder ohne Schmerzen laufen kann“, sagte er.

Ulrich Stiemer, Leichtathletik-Abteilungsleiter des SVS, zog unterm Strich zufrieden Bilanz. Insgesamt gingen 271 Teilnehmer beim Halbmarathon an den Start. Das ist eine Marke, die bei ihm zwar keine Jubelstürme auslöste. „Aber mit dieser Größe können wir sehr gut umgehen. Wir dürfen nicht vergessen, wie wir angefangen haben. Vor über 20 Jahren waren es nur knapp 120 Teilnehmer“, erklärte Stiemer.