Am Auesee fliegen am Samstag die Scheiben tief

Ziel ist der Korb: Ingo Schnieders gehört zur Sektion Wesel des Vereins Disc Golf Niederrhein, der Samstag die 1. Wesel Open ausrichtet.
Ziel ist der Korb: Ingo Schnieders gehört zur Sektion Wesel des Vereins Disc Golf Niederrhein, der Samstag die 1. Wesel Open ausrichtet.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Die 1. Wesel Open in der Trendsportart Disc Golf: Am Samstag können Interessierte „Golf mit Frisbee-Scheiben“ hautnah am Auesee verfolgen.

Wesel..  Spaziergänger am Auesee müssen am morgigen Samstag zwar nicht die Köpfe einziehen, sollten aber doch die Absperrungen beachten. Als Beobachter sind sie herzlich willkommen, wenn der Verein Disc Golf Niederrhein ab 9 Uhr zur ersten Auflage der Wesel Open in dieser Trendsportart einlädt.

„Wir haben auch einen Korb nur für Leute, die diesen Sport mal ausprobieren möchten“, sagt Jörg Kaluza, Turnierdirektor des Kategorie-C-Events der German Tour. 48 Teilnehmer versuchen ähnlich wie beim Golf, sich mit ihrem Spielgerät mit möglichst wenigen Versuchen dem Ziel zu nähern. Allerdings schlagen Disc Golfer keine Bälle Richtung Loch, sondern werfen Frisbee-Scheiben auf einen mit Doppelketten behängten Metallkorb, in dem die Scheibe landen muss.

Auch wenn es mit diesem Sport zumindest hierzulande noch kein Geld zu verdienen gibt – in Skandinavien und den USA ist das anders – so hat die Weseler Sektion des Disc Golf Niederrhein auf dessen Homepage die zwölf zu spielenden Bahnen professionell aufgearbeitet, damit sich die Teilnehmer darauf vorbereiten können. „Wasser ist natürlich tabu“, weist Kaluza darauf hin, dass Scheiben im Auesee grundsätzlich eine „out-of-bounce“-Strafe bedeuten. Ansonsten stehen auf den bis zu 147 Meter langen Bahnen auch schon mal Bäume oder Sträucher im Weg. Um 11 und um 14 Uhr beginnen die Runden zwei und drei der 1. Wesel Open, dessen Sieger um 16 Uhr ausgezeichnet werden soll.

„Seit Ende des letzten Jahres steht am Auesee bereits ein fest installierter Korb, den die Leute gerne benutzen dürfen. Wir selbst versuchen, jeden Sonntag ab 10 Uhr auch dort zu sein und helfen dann gerne mit Rat und Tat“, wirbt der 47-jährige Kaluza für seinen Sport. „Eine gute Scheibe kostet nur zehn bis 16 Euro und es stellen sich auch schnell die ersten Erfolge ein.“

 

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