33:30! HSG Wesel verabschiedet sich erfolgreich in die Pause

Startete von der ungewohnten Außenposition und traf insgesamt sechsmal für die HSG Wesel: Rückraumspieler Björn Fehlemann (links).
Startete von der ungewohnten Außenposition und traf insgesamt sechsmal für die HSG Wesel: Rückraumspieler Björn Fehlemann (links).
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Handball-Verbandsligist HSG Wesel wartete in Kaldenkirchen mit einigen personellen Überraschungen auf. Dies lohnte sich: Am Ende gab es einen 33:30-Sieg.

Wesel..  Erfolgreich für die Niederlage im Heimspiel haben sich die Verbandsliga-Handballer der HSG Wesel revanchiert. Im letzten Spiel vor der nun folgenden Osterpause kam der Neuling zu einem 33:30 (16:15)-Sieg beim TSV Kaldenkirchen. Damit glichen die Hansestädter wieder ihr Punktekonto aus und kletterten zumindest vorübergehend auf Rang fünf. Eine Position, die dem Neuling vor der Spielzeit wohl kaum jemand zugetraut hätte. Die dahinter platzierten Moerser Adler HSG weisen jedoch zwei Begegnungen weniger auf.

„Es war ein interessantes und hartes, aber nie unfaires Spiel“, resümierte HSG-Trainer Sven Esser, dessen Schützlinge sich gut erholt von ihrer letzten 6:16-Halbzeit in Moers gezeigt hatten. Allerdings hatte Esser sich gegen robuste Gastgeber auch etwas einfallen lassen. Er schickte in seiner Startformation gleich fünf gelernte Rückraumspieler auf das Parkett, wobei Björn Fehlemann und Fabian Gorris die Außenpositionen übernahmen und von dort für mehr Gefahr sorgen sollten. Wie angekündigt fehlten die Defensiv-Spezialisten Oliver Rühl und Michael Nölscher.

„Am Anfang haben wir noch etwas Zeit in der Deckung benötigt, um richtig rein zu kommen. Aber mit zunehmender Spieldauer wurde es immer besser“, so Esser. Nach 2:5- und 5:8-Rückständen drehte die HSG mit 11:10 erstmals den Spielstand. Von Dauer war die Führung allerdings nicht. Auch die beste Phase der Weseler, als sie im zweiten Durchgang von 17:18 auf 23:19 davonzogen, reichte noch lange nicht, um die Moral der Hausherren vor eigenem Publikum zu brechen. Wenig später stand es 25:25.

„Bei einigen unserer Spieler schwanden die Kräfte und der Richard, der bis dato stark gehalten hatte, hat ein, zwei ganz unglückliche Dinger kassiert“, so Esser, der reagierte. Mit Jonathan Reinartz kam ein gelernter Außenspieler, Pascal Prchala für die Halbposition und Phillip Busjan für Richard Kalus im Tor. Die Umstellungen fruchteten. Beim Stande von 30:27 für Weseler öffnete der TSV seine Deckung, der Tempogegenstoß zum 32:29 durch Fabian Gorris war die Entscheidung.

Die Verbandsliga geht nun in eine dreiwöchige Pause, bevor noch drei Partien auf dem Plan stehen. „Eine sehr merkwürdige Regelung, die man endlich mal überdenken sollte“, forderte Sven Esser.

HSG: Kalus, Busjan; Heffels (2), Timmermann, J. Gorris (6), Fehlemann (6), Prchala (2), Reinartz (1), F. Gorris (9), Walla (3), Weber (4/1).

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