26:26! HSG Wesel überrascht Oppum erneut

Zwischenzeitlich viel zu besprechen, am Ende glücklich: Coach Sven Esser (r.) holte mit (v. l.) Fyn Walla, Daniel Weber, Jonas Gorris und der HSG Wesel in Oppum einen Zähler.
Zwischenzeitlich viel zu besprechen, am Ende glücklich: Coach Sven Esser (r.) holte mit (v. l.) Fyn Walla, Daniel Weber, Jonas Gorris und der HSG Wesel in Oppum einen Zähler.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
In der Handball-Verbandsliga mischt Aufsteiger HSG Wesel weiter kräftig mit. Beim TV Oppum holte der Neuling mit dem 26:26 als erstes Team einen Punkt.

Wesel..  Wie im Hinspiel teilte sich die HSG Wesel in der Handball-Verbandsliga mit dem diesmal gastgebenden TV Oppum die Punkte, 26:26 (11:13) hieß es nach 60 Minuten aus Sicht der Gäste. Und wie im Hinspiel war das Remis für den Aufsteiger ein weiteres Erfolgserlebnis, für die um die Meisterschaft kämpfenden Krefelder ein Rückschlag.

„Wir haben zwar nie geführt, hatten aber immer die richtigen Antworten. Das Unentschieden ist absolut gerecht und verdient“, urteilte HSG-Trainer Sven Esser, dessen Team als erste Mannschaft in dieser Saison überhaupt nicht als Verlierer aus der Halle an der Scharfstraße gegangen ist. Selbst Primus VfB Homberg zog dort zuletzt mit 20:21 den Kürzeren.

Umso größer ist dieser Erfolg einzustufen, wenn man bedenkt, dass Michael Nölscher dabei passen musste. Der Routinier, eigentlich im Mittelblock gesetzt und auch vorne am Kreis für einige Treffer gut, fiel krankheitsbedingt aus. Für ihn packte Fyn Walla in der Abwehrmitte neben Oliver Rühl kräftig mit an. „Das war wirklich schon beeindruckend, was die beiden da weggearbeitet haben“, lobte Esser.

Dabei fand seine Mannschaft einmal mehr nicht gut in die Partie, schloss nach einem 3:7-Start aber schnell auf. „Zwei Tore schlechter zur Pause waren wir jedenfalls nicht“, so der HSG-Trainer, dessen Pausenansprache aber erneut nicht verhindern konnte, dass die Oppumer zum zweiten Mal nach dem Anpfiff besser starteten. Mitte des zweiten Durchganges führten sie mit 20:15.

Doch die Weseler haben in dieser Saison bekanntlich bereits größere Rückstände in weniger Zeit aufgeholt, beim 23:23 hatten sie den Favoriten wieder eingeholt. „Es bleibt eine unserer großen Stärken, dass wir uns von Rückständen nicht verrückt machen lassen. Wir können uns an Kleinigkeiten wieder aufrichten“, so Esser. „Wenn der Gegner dann den Sack nicht zumacht, muss man immer mit uns rechnen.“

In ihrer Aufholjagd überzeugten die Gäste mit variablem Tempo in der Offensive, streuten auch mal eine schnelle Mitte ein. Zudem brachte der Torwartwechsel von Richard Kalus auf Philipp Busjan nach einigen Minuten in Durchgang zwei den erwünschten Effekt, die Oppumer Angreifer mussten sich neue Wege suchen.

Überraschend frei erzielte Christoph Heffels in Unterzahl den 26:26-Ausgleich für die Weseler, die anschließend allerdings noch 50 Sekunden mit einem Mann weniger auf dem Feld zu verkraften hatten. Ausgerechnet Abwehr-Chef Oliver Rühl musste zuschauen. „Das war stark, wie wir auch noch die Schlussphase überstanden haben“, freute sich Sven Esser, dessen Team mit diesem Zähler den für einen Aufsteiger sehr guten fünften Rang gefestigt hat.

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