2:2! SV Schermbeck lässt zu viele Chancen liegen

Die beiden Schermbecker Torschützen: Marc Schröter (l.) und Jannis Scheuch (Nr. 13).
Die beiden Schermbecker Torschützen: Marc Schröter (l.) und Jannis Scheuch (Nr. 13).
Foto: Gerd Hermann
Das 2:2 gegen den SV Spexard bedeuteten für den Fußball-Westfalenligisten SV Schermbeck zwei liegen gelassene Punkte. Die Lage wird bedrohlicher.

Schermbeck.  Der SV Schermbeck tritt in der Fußball-Westfalenliga weiter auf der Stelle. Trotz zahlreicher guter Möglichkeiten kam die Mannschaft von Christoph Schlebach gestern auf eigenem Platz über ein 2:2 (2:2) gegen den SV Spexard nicht hinaus. Lediglich zwei Zähler beträgt noch der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. „Ja, wir haben leider Nerven gezeigt“, gab der Coach nach dem Schlusspfiff zu.

Dabei war der Sieg für die diesmal ohne Fünferkette agierenden Schermbecker zum Greifen nahe. Allein in den ersten 20 Minuten hatten die offensiv eingestellten Gastgeber durch Aykut Akyildiz (4.), Marc Schröter (6.) und Max Bönighausen (20.) drei hundertprozentige Möglichkeiten. Doch alle vergaben. Lediglich Jannis Scheuch nutzte seine Chance und erzielte per Abstauber in der 12. Minute das 1:0. „Wir hätten zur Halbzeit eigentlich 4:0 führen müssen“, trauerte Trainer Christoph Schlebach den verpassten Möglichkeiten hinterher.

Torjäger Marc Schröter trifft zum 2:2-Halbzeitstand

Nach einem schönen Alleingang in der 22. Minute hatte auch Raphael Niehoff die gute Möglichkeit zum 2:0. Doch anstatt den freistehenden Marc Schröter zu bedienen, scheiterte er am Torwart. Gästetrainer Giovanni Taverna tobte am Spielfeldrand: „Das darf doch alles nicht wahr sein!“ Dann staunte er nicht schlecht, als seine Schützlinge mit der ersten Chance durch Justin Kemper in der 24. Minute zum Ausgleich kamen.

Durch den Erfolg angetrieben, fanden die Gäste aus dem Raum Gütersloh besser ins Spiel, tauchten immer öfter vor dem Tor des SVS auf und gingen schließlich sogar in der 35. Minute durch Oguzhan Topalca in Führung, als Schermbecks Keeper Jason Rudolph einen Ball nach einer Ecke nicht festhalten konnte. Der Torhüter war es jedoch, der Schermbeck dann noch vor dem Wechsel vor einem erneuten Rückstand bewahrte und einmal klasse parierte (42.). Mehr als verdient war zuvor der Ausgleich gefallen. Nach einem schönen Pass von Jannis Scheuch traf Torjäger Marc Schröter zum 2:2 (39.).

Falscher Abseitspfiff verhindert Siegtreffer

In der zweiten Hälfte dominierten die Gastgeber das Spiel und bemühten sich, den so wichtigen Siegtreffer im Abstiegskampf zu erzielen. Aber er wollte nicht fallen. Die wohl größte Chance zum 3:2 besaß Marc Schröter in der 72. Minute, als er alleine vor dem Keeper der Gäste angespielt wurde. Doch der Linienrichter entschied fälschlicherweise auf Abseits. Am Ende blieb dem SVS nur ein Pünktchen. Jetzt wird es eng am Tabellenende.

„Dieser Punkt ist einfach zu wenig, um da unten heraus zu kommen“, war sich Trainer Christoph Schlebach über den Ernst der Lage bewusst. „Wir hätten das Spiel in der ersten Viertelstunde entscheiden müssen.“ Nun warten auf die Schermbecker noch zwei wichtige Spiele bis zur Winterpause.

 
 

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