2:1! Schlusslicht PSV Lachkausen dreht das Spiel noch

Für die letzten fünf Minuten Spielzeit lösten die Kicker des PSV Lackhausen ihre Jubeltraube wieder auf. Auch Enrico Floris, der den 2:1-Siegtreffer erzielt hatte, kam wieder auf die Beine.
Für die letzten fünf Minuten Spielzeit lösten die Kicker des PSV Lackhausen ihre Jubeltraube wieder auf. Auch Enrico Floris, der den 2:1-Siegtreffer erzielt hatte, kam wieder auf die Beine.
Foto: Gerd Hermann
Nach 80 Minuten hieß es 0:1, mit dem Abpfiff 2:1 – dem Fußball-Landesligisten PSV Lackhausen gelang ein kaum für möglich gehaltenes Comeback.

Wesel.  Was für eine Achterbahnfahrt der Emotionen: Zehn Minuten vor dem Ende der Partie in der Fußball-Landesliga kassierte der PSV Lackhausen im Kellerduell zu Hause gegen Viktoria Buchholz den Treffer zum 0:1-Rückstand. Doch innerhalb von 60 Sekunden drehten die Postsportler die Partie zu einem 2:1-Sieg und zogen – zwar immer noch als Schlusslicht – nach Punkten mit dem Viertletzten TuS Essen-West gleich.

„Das hat Nerven gekostet“, pustete Björn Assfelder durch. „Wir hätten es uns heute deutlich einfacher machen können. Aber wir haben die vielen guten Ansätze nicht gut ausgespielt.“ Das 0:1 sei ein großer Nackenschlag gewesen. Aber die Mannschaft habe weiter an sich geglaubt. „Wir sind mit den Umstellungen und Wechseln mit nur noch einer Sechs und quasi vier Stürmern volles Risiko gegangen und sind dafür belohnt worden“, freute sich Björn Assfelder.

Alpay Erdem fällt beim PSV Lackhausen kurzfristig aus

Die Platzherren mussten in dieser so wichtigen Partie kurzfristig auf Alpay Erdem verzichten. Für den flinken und torgefährlichen Dribbler wäre es besonders in Hälfte zwei eine Partie wie gemalt gewesen und er stand auch auf Assfelders Startzettel. „Dann hätten wir mit zwei Spitzen angefangen. Aber er hatte Fieber und mit Fieber kommt bei mir kein Spieler auf das Feld“, stellte der Coach klar. So begannen die Platzherren etwas verhaltener und hatten in erster Linie eine sichere Defensive im Auge. Bei der größten PSV-Chance kam es nicht zum Abschluss, da Viktor Klejonkins Querpass den freien Angelo Sicurello verfehlte (30.).

Nach dem Seitenwechsel machten die Weseler besonders über ihre linke Seite mit Timo Giese und Sebastian Eisenstein viel mehr Druck nach vorne. Häufig sorgten sie mit ihren Läufen für große Unordnung in der Buchholzer Defensive, allerdings fanden auch ihre Zuspiele nie den eigenen Mann. Pech kam auch noch dazu, als das Handspiel von Max Clever im Strafraum ohne Folgen blieben (61.).

Oliver Vos und Enrico Floris lassen den PSV jubeln

Die Gäste beschränkten sich immer mehr aufs Kontern und schienen damit richtig zu liegen. Konnte Keeper Sebastian Kaiser gegen Gianluca Altomonte noch retten (76.), so war er wenig später gegen den Stürmer machtlos – 0:1 (80.).

Doch die Gastgeber steckten nicht auf und wurden belohnt. Nach Einwurf von Stephan Sanders und einer Kopfballverlängerung bugsierte Oliver Vos den Ball ebenfalls per Kopf zum 1:1 ins lange Eck (86.). Sehr schnell nach dem Wiederanpfiff kam der PSV erneut an den Ball. Der kurz zuvor eingewechselte Enrico Floris vollstreckte von Halbrechts zum 2:1 in den Winkel und wurde unter einer Jubeltraube begraben. 60 Sekunden, an die man sich in der Endabrechnung erinnern könnte.

 
 

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