1:4! SVS verschläft gegen TSV die Anfangsphase

Erst getroffen, dann Elfmeter verschossen: Nikolai Nehlson.
Erst getroffen, dann Elfmeter verschossen: Nikolai Nehlson.
Foto: WAZ FotoPool

Schermbeck..  Der SV Schermbeck verlor das Halbfinale im Fußball-Kreispokal zu Hause gegen den gleichklassigen Westfalenligisten TSV Marl-Hüls mit 1:4 (1:2). Um noch auf die Verbandsebene einzuziehen, müssen die Rot-Weißen nun die Hintertüre nehmen und den Landesligisten TuS Haltern in einem Entscheidungsspiel besiegen.

SVS-Coach Christoph Schlebach hatte einige Veränderungen im Team vorgenommen, um den einen oder anderen Akteur für das wichtige Verfolgerduell am Sonntag gegen Preußen Münster II zu schonen. „Die Umstellungen lasse ich als Erklärung oder gar Entschuldigung für so eine Anfangsphase nicht gelten. Da waren wir viel zu passiv und haben dem Gegner viel zu viele Räume gelassen“, schimpfte Schlebach.

Die Folge war ein früher 0:2-Rückstand (3./12.), in Minute 22 trafen die Gäste zudem noch den Pfosten. Doch dann wurden auch die Platzherren endlich wach und gestalteten das Duell der beiden Tabellenzweiten ihrer Gruppen auf Augenhöhe. Raphael Niehoff vergab die große Chance auf den 1:2-Anschluss (31.), Nikolai Nehlson war aus 18 Metern erfolgreicher (38.).

„In der zweiten Hälfte waren wir wesentlich aggressiver und hatten auch mehr Spielanteile“, so Schlebach, dessen Team auch die „Hundertprozentige“ zum Ausgleich bekam. Für eine Notbremse an Nehlson bekam der TSV-Keeper zwar nur Gelb, trotzdem gab es Elfmeter. Der Gefoulte trat selbst an und scheiterte an Bley. „Wieder ein verschossener Strafstoß“, war Schlebach sauer. Seine Elf drückte trotzdem weiter, wurde durch einen tollen Weitschuss von Westerhoff (88.) aber endgültig geschlagen. Das 1:4 fiel quasi mit dem Schlusspfiff.

SVS: Heyer; Helling (86. Bönighausen), Osma, Nehlson, Scheuch, Basar, Akyildiz (79. Klimczok), Niehoff, Kwiatkowski, Ankomah-Kissi, Urban (70. Milaszewski).

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