Zukunft von Daniel Farke weiter ungewiss

Es gibt noch keine konkreten Pläne darüber, was Daniel Farke in der nächsten Saison machen wird.
Es gibt noch keine konkreten Pläne darüber, was Daniel Farke in der nächsten Saison machen wird.
Foto: WP
Nach sechs Jahren wird Daniel Farke im Sommer den SV Lippstadt verlassen. Was dann folgt, steht für den Fußballlehrer und Inhaber der UEFA-Pro-Lizenz noch nicht fest. Auch die Suche nach einem Nachfolger ist noch nicht abgeschlossen.

Lippstadt..  Seit gut zwei Wochen läuft die Vorbereitung des Fußball-Oberligisten SV Lippstadt 08 auf die Rückrunde wieder auf Hochtouren. Für Trainer Daniel Farke eine besondere Vorbereitung: Im Sommer wird er den SV Lippstadt 08 verlassen. Wohin es ihn zieht, wie es um seine Nachfolge bestellt ist und wie die Mannschaft zukünftig aufgestellt sein wird, beantwortet der 38-Jährige im Gespräch mit der WESTFALENPOST.


Schnee und Eis auf den Straßen und auf den Plätzen. Erschwert die aktuelle Wetterlage eine vernünftige Vorbereitung auf die Rückserie?
In der Wintervorbereitung muss man als Trainer immer flexibel sein, was durch den Schneefall nicht immer so einfach ist. In den letzten Tagen mussten wir einige Laufeinheiten einschieben, weil die Plätze nicht bespielbar waren. Bislang sind wir gut damit zurecht gekommen, ich hoffe aber, dass der Schnee schnell wieder schmilzt und wir normal trainieren können. Für unser Testspiel heute (siehe Info-Box) bin ich jedoch optimistisch, dass gespielt werden kann. Gegen einen solchen Gegner würde ich ungern das Spiel ausfallen lassen. Selbst wenn die Bedingungen auf dem Kunstrasen nicht optimal sein werden, versuchen wir zu spielen.


Für Sie ist es die letzte Vorbereitung als Verantwortlicher des SV Lippstadt. Gibt es Neuigkeiten was die eigene Nachfolge angeht? Wo wird es Daniel Farke hinverschlagen?
Ich bin nicht im Thema drin, wenn es um die Suche nach meinem Nachfolger geht. Die Gespräche laufen in verschiedene Richtungen, aber es gibt noch keine Entscheidung darüber, wer mich beerben wird. Was meine persönliche Zukunft angeht, ist auch noch keine Entscheidung gefallen. Es gab einige lose Anfragen, aber nichts konkretes, mit dem ich mich auseinandergesetzt hätte. Ich sehe das auch gelassen und warte ab, was sich ergeben wird. Vielleicht wird es bereits zum 1. Juli sein, vielleicht auch erst später. Ich lasse alles in Ruhe auf mich zukommen.


Die Winterpause ist traditionell die Zeit, um die Weichen für die nächste Saison zu stellen. Wie verlaufen die Gespräche mit den Spielern angesichts der unklaren Besetzung der Trainerposition?
Ja, das ist richtig, das wir in der Winterpause eigentlich die Gespräche mit den Spielern führen. Ich werde das allerdings nicht mehr machen, sondern das dem Vorstand, bzw. dann meinem Nachfolger überlassen. Ich werde bestimmt nicht den Kader für meinen Nachfolger planen, um zu verhindern, dass derjenige dann mit Spielern arbeiten muss, die vielleicht gar nicht zu seiner Philosophie passen. Wenn Mitte, Ende Februar die Gespräche geführt werden, dann ist das für die Jungs immer noch früh genug. Es besteht ja auch kein Grund zur Eile, schließlich bin ich noch bis zum 30. Juni verantwortlich und die Planungen bis dahin stehen.


Stichwort Planungen. Mit Martin Zakrzewski hat in den letzten Wochen ein Gastspieler seine Visitenkarte abgegeben. Kommt er als Neuzugang infrage oder hat man sich gegen eine Verpflichtung entschieden?
Martin hat im Training und in dem Spiel gegen Bielefeld II einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Ich hätte ihn sehr gerne verpflichtet, aber leider hat er sich anders entschieden und wird wohl, so wie man hört, zu einem anderen Oberligisten wechseln.


Gibt es weitere personelle Baustellen, die vor dem Start in die Rückrunde geschlossen werden müssen?
Ja, die gibt es auf jeden Fall. So wird uns Nico Niemeyer so gut wie nicht mehr zur Verfügung stehen. Er hat beruflich sehr viel zu erledigen, sodass er den Aufwand nicht mehr gehen kann. Auf seiner Position im defensiven Mittelfeld haben wir noch großen Bedarf und hier würde ich gerne noch einen Spieler verpflichten. Wir haben allerdings noch keinen potenziellen Kandidaten. Mal schauen, ob sich bis zum Ende der Transferperiode am Montag noch etwas ergibt. Da auch Benjamin Pahlke längerfristig ausfallen wird, muss eigentlich noch ein weiterer Spieler kommen. Fest steht aber auch, dass wir keine Panikkäufe tätigen werden. Wenn ein Spieler kommt, muss er auch in die Mannschaft und in unser Konzept passen. Also wenn wir uns noch verstärken werden, dann nur im defensiven Bereich. Neue Spieler für die Offensive sind nicht geplant und meiner Meinung nach bei unserem Kader auch nicht nötig.

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