VfS Warstein mit schwerer Aufgabe zum Jahresschluss

Erst spielen, dann feiern: Dirk Kaese und der VfS Warstein.
Erst spielen, dann feiern: Dirk Kaese und der VfS Warstein.
Foto: WP

Warstein..  Der Liga-Alltag hat sie wieder: Sechs Tage nach dem grandiosen Auftritt des THW Kiel in der Wästerstadt, wollen die Landesliga-Handballer des VfS Warstein den Schwung und die Euphorie aus diesem Spiel mit ins Duell gegen die HSG Schwerte/Westhofen nehmen (Anwurf ist am Samstag bereits um 18 Uhr in der Dreifachturnhalle, da nachher Weihnachtsfeier ist).

Die WESTFALENPOST sprach vorab mit VfS-Coach Dirk Kaese.



Was wünschen Sie sich zu Weihnachten, Herr Kaese?
Glück und Gesundheit für meine Familie. Das steht an erster Stelle. Und sportlich, das Jahr mit einem Sieg abschließen. Das wäre eine feine Sache, wenn uns das gelingen würde.


Die HSG ist logischerweise nicht mit dem THW Kiel zu vergleichen. Was erhoffen Sie sich von diesem Spiel?
Wir müssen versuchen, unsere Tugenden einzubringen. Heißt, mit den Zuschauern im Rücken das Heimspiel auch zu einem echten Heimspiel machen. Auch der harzfreie Ball ist sicherlich kein Nachteil für uns. Ich hoffe, dass wir mannschaftlich ähnlich geschlossen auftreten wie letzte Woche in Emst.

Am Sonntag gegen Kiel war die Halle pickepackevoll. Mit wie vielen Zuschauern rechnen Sie am Samstag?

Vielleicht ist ja bei dem ein oder anderen Besucher etwas von dem Kiel-Spiel hängen geblieben. Das hoffen wir natürlich. Mit 150 Zuschauern wäre ich am Samstag zufrieden.


Sportlich gesehen ist der VfS Warstein im Duell mit der HSG krasser Außenseiter. Was spricht dennoch für ihre Mannschaft?
Das wir relativ unbekümmert an die Sache herangehen können. Wir müssen eine stabile Deckung stellen, unsere Torhüter müssen einen guten Tag erwischen und wir müssen das Schwerter Tempospiel zerstören. Wenn wir all diese Punkte gebündelt hinbekommen, sind wir sicherlich nicht völlig chancenlos, auch wenn die HSG nach meinem Kenntnisstand wieder in Bestbesetzung antreten kann. Ich habe den Gegner schon zweimal beobachtet in dieser Saison. Er macht sich auch vor einem klaren Rückstand, wie es zum Beispiel in Soest der Fall war, nicht bange. Das beeindruckt mich.


Mit Blick auf die zurückliegenden elf Spiele und vor dem letzten Match des Jahres: Kann man sagen, der VfS ist mit 8:14-Punkten im Soll?
Auf der einen Seite ja, auf der anderen Seite hätten es auch gut und gerne sechs Punkte mehr sein können, wenn ich da an die Spiele in Letmathe oder zu Hause gegen Schwitten denke. Und selbst am ersten Spieltag, wo wir in Schalksmühle in meinen Augen lange gut mitgehalten haben, war mehr drin. Wir sollten nicht den Fehler machen und so tun, als wären wir mit diesen acht Punkten schon aus dem Gröbsten raus. Das wäre blauäugig.


Was dürfen all die, die es mit dem VfS halten, denn in 2014 erwarten?
Das wir vielleicht die Punkte, die wir in diesem Jahr liegen gelassen haben, dann mal einfahren. Das wäre mein persönlicher Wunsch.

 
 

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