TuS-Nachwuchs sammelt wertvolle Erfahrungen

Unglückliche Final-Niederlage: Kira Mester (rote Weste) haderte mit umstrittenen Entscheidungen der Punktrichter
Unglückliche Final-Niederlage: Kira Mester (rote Weste) haderte mit umstrittenen Entscheidungen der Punktrichter
Foto: WP

Velbert/Belecke..  Trotz der widrigen Wetterverhältnisse machte sich ein zehnköpfiges Team der Taekwondoabteilung des TuS Belecke auf den Weg zur Velberter Stadtmeisterschaft 2015. 300 Aktive aus NRW und den benachbarten Bundesländern gingen an den Start. Fünf junge TuSler feierten ihr Debüt im Rahmen dieses offiziellen Turniers.

Der Jüngste im Team, Arijan Arnautovic, kämpfte sich nach einer tollen Leistung gleich bis ins Finale vor. Leider verletzte er sich im Halbfinale und trat zum Kampf um Gold nicht mehr an. Die Silbermedaille war aber ein großes Trostpflaster für ihn. Emily Schriek hinterließ in ihren beiden Kämpfen einen guten Eindruck. Insbesondere in ihrem zweiten Kampf zeigte sie ihr Können. Seit gut einem halben Jahr trainiert Liv Irländer beim TuS Belecke. Sie lieferte sich in ihrem ersten Kampf gegen die spätere Finalistin ihrer Gruppe einen spannenden Kampf. Auch das Geschwister-Paar Mona und Joshua Schröder stand in Velbert zum ersten Mal auf der Matte. Beide überzeugten ihre Coaches mit durchweg guten Leistungen. Fast wäre Joshua Schröder noch der Ausgleich in der letzten Sekunde gelungen. Beide freuten sich am Ende über die Bronzemedaille. Ihr zweites offizielles Turnier bestritt Jule Irländer, die sich gleich im ersten Kampf mit der späteren Goldmedaillen-Gewinnerin ihrer Klasse auseinandersetzen musste. Anfänglich hielt die Sichtigvorerin gut mit, musste sich dann aber doch geschlagen geben und gewann Bronze.

„Unsere Debütanten haben in Velbert durchweg gute Leistungen geboten. Sie sind gegen schwere Gegner angetreten, die über weitaus mehr Wettkampferfahrung verfügen. Für unsere Newcomer stand bei diesem Turnier nicht die Platzierung, sondern das Sammeln von wertvollen Erfahrungen im Vordergrund“, hob das Trainergespann Mirza Arnautovic und Walter Farke hervor.

Der Älteste im Team war „Eisenfuß“ Michael Pfingst. Der frischgebackene Schwarzgurt-Träger verlor im Halbfinale nach einem spannenden Kampf. Taktisch gut eingestellt setzte der TuSler seinen Kontrahenten von Anfang an unter Druck. Doch dieser entzog sich geschickt den Angriffen und konterte die Angriffe des Möhnetalers. „Eine wohlverdiente Bronzemedaille für unseren Oldie, der noch lange nicht zum alten Eisen gehört“, resümierte Trainer Mirza Arnautovic.

Schwache Punktrichterleistung

Kira Mester lieferte sich zwei hochklassige Kämpfe und verlor im Finale unglücklich durch schwache Punktrichterleistungen. Am Ende gewann sie Silber, obwohl es hätte Gold sein müssen. Dzana Arnautovic kämpfte zum ersten Mal in der höchsten Leistungsklasse und gewann souverän das Halbfinale. Im Finale ging sie zunächst in Führung, verlor dieses aber in der zweiten Runde. In den letzten Sekunden fehlte ihr die Kraft, sich ihrer Gegnerin mehr entgegen zu setzen. Silber für die Sichtigvorerin. Paul-Jakob Müller aus Meschede komplettierte die Gruppe der erfahrenen Wettkämpfer. Nach fast einem Jahr Pause griff er wieder ins Wettkampfgeschehen ein. Zunächst fiel es ihm schwer, seinen Kampfrhythmus zu finden. In der zweiten Runde kam er sichtlich besser in den Kampf und glich aus. Die Verlängerung konnte der Sauerländer nicht für sich entscheiden und musste sich mit Bronze zufrieden geben.

„Paul braucht noch ein paar Turniere, bis er seine alte Form wieder erreicht hat. Sein Potenzial war heute schon erkennbar. Kira überzeugte in beiden Kämpfen, Dzana kämpfte im ersten Kampf souverän und war in der ersten Runde des Finalkampfes stark. Auf jeden Fall haben wir neue Anhaltspunkte für unser Training gesammelt“, hielten Arnautovic und Farke fest.

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